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Russland kündigt tägliche Feuerpause in Aleppo an

In der umkämpften syrischen Stadt droht eine humanitäre Katastrophe. Die eingekesselten Zivilisten sind auf Hilfsgüter angewiesen.

Russland plant eine tägliche Feuerpause in Aleppo. Das gab Generalleutnant Sergej Rudskoj vom russischen Generalstab in Moskau bekannt.
Russland plant eine tägliche Feuerpause in Aleppo. Das gab Generalleutnant Sergej Rudskoj vom russischen Generalstab in Moskau bekannt.
AP Photo/Ivan Sekretarev, Keystone
Die Feuerpausen sollen die Lieferung von Hilfsgütern nach Aleppo ermöglichen: Syrische Rebellen bringen sich in Ramussa im Südwesten der umkämpften Stadt in Stellung. (6. August 2016)
Die Feuerpausen sollen die Lieferung von Hilfsgütern nach Aleppo ermöglichen: Syrische Rebellen bringen sich in Ramussa im Südwesten der umkämpften Stadt in Stellung. (6. August 2016)
Fadi al-Halabi, AFP
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat der syrischen Armee und ihrem Verbündeten Russland einen massiven Einsatz von Streubomben vorgeworfen.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat der syrischen Armee und ihrem Verbündeten Russland einen massiven Einsatz von Streubomben vorgeworfen.
AFP
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Die russische Armee hat für die syrische Stadt Aleppo eine tägliche dreistündige Feuerpause angekündigt. In der Zeit sollen die Zivilisten mit Hilfsgütern versorgt werden.

Ab Donnerstag würden jeweils von 10 bis 13 Uhr Ortszeit (9 und 12 Uhr MESZ) alle Kämpfe, Artillerie- oder Luftangriffe eingestellt, sagte Generalleutnant Sergej Rudskoj vom russischen Generalstab am Mittwoch in Moskau.

Das Verteidigungsministerium sprach von «humanitären Zeitfenstern». Während der Feuerpause werde es weder Angriffe aus der Luft noch mit Artillerie geben, hiess es weiter. Russland unterstützt in dem Konflikt die syrische Führung.

Reichen drei Stunden?

Russland unterstütze den Vorschlag der UN, die Hilfslieferungen zu überwachen, erklärte er. Die russischen Streitkräfte erörterten das Thema mit UN-Experten und dem US-Militär, sagte Rudskoj. Konvois mit Hilfsgütern würden in der Nähe von Handarat zusammengestellt.

UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien sagte, um ausreichend Hilfsgüter nach Aleppo zu bringen, wäre eine Feuerpause von mindestens 48 Stunden nötig. «Wenn wir drei Stunden angeboten bekommen, muss man fragen, was in diesen drei Stunden erreicht werden könnte», sagte O'Brien.

USA und Frankreich drängen auf Hilfslieferungen

In der umkämpften syrischen Metropole droht eine humanitäre Katastrophe. Die Regierungstruppen halten Aleppo belagert. Ein Teil der Stadt wird von bewaffneten Aufständischen und mit ihnen verbündeten Jihadisten kontrolliert.

Die USA und Frankreich haben die Fortsetzung der Gespräche für eine Beilegung des Syrien-Konflikts an den freien Zugang für Hilfsorganisationen nach Aleppo geknüpft.

SDA/ij

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