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Riad will im Hinterhof aufräumen

Saudiarabien zählt den Jemen zu seiner Einflusssphäre. Die Intervention des sunnitischen Königreichs im Nachbarland gegen die schiitische Huthi-Miliz soll seinen Einfluss sichern und den des Iran zurückdrängen.

Zerstörung in Sanaa nach dem gestrigen Luftangriff einer von Saudiarabien geführten Koalition. Foto: Anadolu Agency, AFP
Zerstörung in Sanaa nach dem gestrigen Luftangriff einer von Saudiarabien geführten Koalition. Foto: Anadolu Agency, AFP

Es ist mehr als 200 Jahre her, dass der Stamm der Saud die ersten Schlachten mit dem Imamat der Zaiditen um die Vorherrschaft im Süden der Arabischen Halbinsel schlug. So gesehen steht die Intervention des sunnitischen Königreichs im benachbarten Jemen gegen die schiitische Huthi-Miliz in einer langen historischen Linie; die Huthis sind die Erben dieses Imamats. Im Jemen und wohl auch in Saudiarabien hegt mancher den Verdacht, die schiitischen Zaiditen wollten mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Iran letztlich das theokratische Regime wieder errichten, das ihnen mehr als 1000 Jahre die Macht über Teile des heutigen Jemen gesichert hatte und erst 1962 in der Revolution zu Fall kam.

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