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Rebellen drohen mit Marsch auf Kinshasa

Die Rebellen in Kongo haben mit einer Ausweitung der Kämpfe bis in die Hauptstadt Kinshasa gedroht, da die kongolesische Regierung direkte Gespräche mit Rebellenführer Laurent Nkunda abgelehnt hatte.

Sollte die Regierung weiterhin nicht zu direkten Gesprächen bereit sein, bliebe ihnen kaum eine Wahl, sagte Rebellensprecher Bertrand Bisimwa. «Wir werden wieder kämpfen, und wir werden weitermachen, bis wir Kinshasa einnehmen.»

Die Regierung in Ruanda betonte, sie sei nicht in den Konflikt verwickelt. Auch ein Treffen von Vertretern beider Staaten sei keine Lösung für den rein internen Konflikt, hiess es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung.

Die kongolesische Regierung hatte am Dienstag direkte Gespräche mit Rebellenführer Laurent Nkunda abgelehnt. Im Osten des Landes sind tausende Menschen auf der Flucht, nachdem Tutsi-Rebellen die Regierungstruppen in der Region vertrieben haben. Die UN haben Ruanda vorgeworfen, die Rebellen in Kongo militärisch zu unterstützen.

Brüchige Waffenruhe

Die Kämpfe zwischen Rebellen und regierungstreuen Milizen in der Region hielten auch am Mittwoch an. In der Stadt Goma war nach UN-Angaben weiterhin ein Waffenstillstand in Kraft. Offenbar war die Waffenruhe aber gespannt: Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AP berichtete, Rebellen hielten sich nur rund zwei Kilometer entfernt von Regierungssoldaten auf.

Ministerpräsident Adolphe Muzito traf am Dienstagabend zusammen mit weiteren Regierungsvertretern in der Stadt ein. Am Mittwoch wollte er dort mit Flüchtlingen sprechen, um sich ein Bild über deren Lage zu machen.

AP/mbr

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