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Raketenbeschuss trotz israelischer Drohung mit Bodentruppen

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben ihre Raketenangriffe fortgesetzt. Der israelische Ministerpräsident Netanyahu hatte zuvor mit «energischem Handeln» gedroht, sollte nicht bald Ruhe einkehren.

Abu Obeida (r.), der Sprecher des bewaffneten Arms der Hamas, der Ezzedine-al-Qassam-Brigade, macht die israelische Regierung verantwortlich für den Tod von Abu Khder. (Gaza-Stadt, 3. Juli 2014)
Abu Obeida (r.), der Sprecher des bewaffneten Arms der Hamas, der Ezzedine-al-Qassam-Brigade, macht die israelische Regierung verantwortlich für den Tod von Abu Khder. (Gaza-Stadt, 3. Juli 2014)
Mohammed Abed, AFP

Heute Morgen seien vier Raketen vom Gazastreifen aus in den Süden Israels abgefeuert worden, teilte die israelische Armee mit. Ein Geschoss wurde demnach vom Raketenabwehrsystem Eisenkuppel zerstört, mindestens zwei weitere seien auf freiem Feld gelandet. Die Bewohner in den israelischen Ortschaften nahe des Gazastreifens wurden aufgefordert, in der Nähe von Schutzräumen zu bleiben.

Die israelische Armee hatte am Donnerstag Bodentruppen an den Rand des Gazastreifens verlegt. Israel betont aber, es sei nicht an einer weiteren Eskalation interessiert.

Bei einer Rede anlässlich eines Empfangs des US-Botschafters zum amerikanischen Nationalfeiertag erklärte der israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Donnerstagabend allerdings, falls in der Region nicht wieder Ruhe einkehren werde, werden die an den Rand des Gazastreifens verlegten Bodentruppen energisch handeln. «Die Sicherheit unserer Bürger kommt vor allem anderen», sagte Netanyahu nach Angaben der Zeitung «Jerusalem Post».

Intensiver Raketenbeschuss

Binnen 24 Stunden hätten militante Palästinenser mehr als 30 Raketen auf Israel abgefeuert. Drei davon schlugen in Häusern in der Grenzstadt Sderot ein. Auch Hamas-Kämpfer seien an einigen der Angriffe beteiligt gewesen, sagte Lerner.

Hamas-Exilchef Chaled Maschaal hat betont, seine Organisation sei den Waffenruhe-Vereinbarungen verpflichtet, die Israel und die Hamas nach dem letzten grossen Schlagabtausch im Gazastreifen im November 2012 unter ägyptischer Vermittlung getroffen hatten.

(SDA)

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