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Peres trifft Mubarak wegen Friedensverhandlungen

Der israelische Präsident Peres will mit seinem ägyptischen Amtskollegen Hosni Mubarak über die Zukunft des Nahost-Friedensprozesses sprechen. Die nächsten Wochen sind entscheidend.

Soll zwischen Israel und Palästinenser vermitteln: Hosni Mubarak.
Soll zwischen Israel und Palästinenser vermitteln: Hosni Mubarak.
Reuters

Eine Sprecherin bestätigte am Donnerstag, der Präsident werde am Sonntag nach Ägypten reisen. Bei einem Arbeitstreffen unter vier Augen mit anschliessendem Mittagessen solle es unter anderem um die Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern gehen. Der Besuch ist einen Tag vor Peres' 87. Geburtstag geplant.

Das israelische Radio zitierte am Donnerstag ranghohe Regierungsvertreter in Jerusalem mit der Einschätzung, Mubarak halte die kommenden Monate für entscheidend hinsichtlich der politischen Zukunft in Nahost.

Im September laufen wichtige Fristen ab

Im September läuft eine viermonatige Frist für indirekte Verhandlungen mit Hilfe des US-Nahostvermittlers George Mitchell aus. Am 26. September endet zudem ein befristeter Baustopp Israels im Westjordanland.

Israel und die USA haben die palästinensische Führung von Präsident Mahmud Abbas mehrfach aufgefordert, zu direkten Verhandlungen überzugehen. Die Palästinenser fürchten, der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu wolle nur Scheinverhandlungen führen. Abbas fordert daher vor einer Zustimmung mehrere Garantien.

Palästinenser fordern weiter Baustopp

Die Gespräche sollen höchstens bis zum Ende der ersten Amtszeit von US-Präsident Barack Obama dauern. Zudem will Abbas, dass die Grenzen eines palästinensische Staates denen vor dem Sechstagekrieg von 1967 entsprechen.

Im Gegenzug für die Siedlungsblöcke, die Israel behalten will, fordern die Palästinenser einen Landtausch. Sie bestehen auch auf der Fortsetzung eines Baustopps in jüdischen Siedlungen.

(SDA)

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