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Palästinenser-Raketen fliegen Richtung AKW

Drei Raketen sollen in Richtung der israelischen Wüstenstadt Dimona abgefeuert worden sein. In der Nähe steht ein Atomkraftwerk.

Soll Ziel palästinensischer Raketen sein: Das israelische Atomkraftwerk bei Dimona. (Archivbild)
Soll Ziel palästinensischer Raketen sein: Das israelische Atomkraftwerk bei Dimona. (Archivbild)

Militante Palästinenser im Gazastreifen sollen bei ihren Raketenangriffen auch den einzigen israelischen Atomreaktor ins Visier genommen haben. Nach Medienberichten wurden am Mittwoch und Donnerstag mindestens drei Raketen in Richtung der Wüstenstadt Dimona abgefeuert, die in der Nähe des Atomkraftwerks liegt.

Mindestens eine Rakete wurde den Berichten zufolge vom israelischen Raketenabwehrsystem Eisenkuppel in der Luft abgefangen. Die Armee konnte keine Angaben zu konkreten Angriffen und zur Sicherung der Atomanlage machen.

Dutzende Tote

Derweil stieg die Zahl der durch israelische Luftangriffe im Gazastreifen getöteten Menschen palästinensischen Angaben zufolge auf 78. Weitere 20 Menschen seien lebensgefährlich verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza-Stadt am Donnerstag mit.

Insgesamt seien mehr als 500 Menschen bei den Angriffen verletzt worden. 70 Prozent der Opfer seien Zivilisten. Die israelische Luftwaffe verübt seit Dienstag massive Angriffe auf Ziele im Gazastreifen.

Ägypten öffnet Grenzen

Ägypten hat unterdessen seinen Grenzübergang zum Gazastreifen in Rafah für verwundete Palästinenser geöffnet. Die ägyptischen Behörden hätten diese Entscheidung getroffen, damit Verletzte in ägyptischen Spitälern behandelt werden könnten, berichtete das staatliche Nachrichtenportal «Al-Ahram online» am Donnerstag unter Berufung auf die palästinensische Botschaft in Kairo.

Ägyptens Regierung hatte die Grenze zum Gazastreifen im Juni geschlossen. Abgesehen von den Grenzübergängen zu Israel, ist der Übergang in Rafah für Palästinenser die einzige Möglichkeit, den Gazastreifen zu verlassen.

Demonstration in Amman

In der jordanischen Hauptstadt Amman haben Demonstranten vor der israelischen Botschaft gewaltsam gegen die Militärschläge im Gazastreifen protestiert. Etwa 300 islamistische und linksgerichtete Demonstranten stiessen am späten Mittwochabend mit der Polizei zusammen.

Sie warfen Steine und schwenkten Fahnen der radikalen Hamas. Beim Versuch, die Botschaftsmauern zu überklettern, wurden mehrere Demonstranten festgenommen. Sie forderten den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Israel und riefen zum Sturz von König Abdullah II. auf.

(SDA)

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