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Nummer zwei des IS angeblich im Irak getötet

Al-Hajali gilt als wichtiger Stellvertreter von IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi. Jetzt ist er nach Angaben des US-Militärs bei einem Angriff umgekommen.

Haben einen ihrer Anführer verloren: Konvoi von IS-Kämpfern.
Haben einen ihrer Anführer verloren: Konvoi von IS-Kämpfern.
Keystone

Den USA ist nach eigenen Angaben ein schwerer Schlag gegen die Führung der Terrormiliz IS gelungen. Die Nummer zwei der Organisation, Fadhil Ahmad al-Hajali, sei bereits am Dienstag bei einem US-Luftangriff im Nordirak zusammen mit drei weiteren IS-Extremisten getötet worden, teilte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Ned Price, am Freitag mit. Das Quartett sei in einem Auto bei Mossul unterwegs gewesen, als es von US-Geschossen getroffen worden sei.

Als rechte Hand von IS-Führer Abu Bakr al Bagdadi sei Al-Hajali der zentrale Koordinator für die Logistik der Terrormiliz gewesen. Er habe für den Transport grosser Waffenkontingente und Einheiten im Irak und Syrien gesorgt. Zudem habe er die IS-Aktivitäten im Irak seit zwei Jahren geplant und geleitet, einschliesslich der Offensive, die zur Einnahme der nordirakischen Grossstadt Mossul durch die Terrormiliz führte. Al-Hajalis Tod sei wegen seines immensen Einflusses ein schwerer Schlag für den IS, resümierte Price. Sicherheitsexperten halten es aber für nicht wahrscheinlich, dass der IS deswegen in nächster Zeit weniger aktiv sein werde. Sie rechnen eher mit einer nochmaligen Verschärfung der Abschirmung Al-Bagdadis, der nach Angaben irakischer Geheimdienstkreise seit einer Verwundung bei einem irakischen Luftangriff an der syrischen Grenze abgetaucht ist.

Mit Al-Hajali wurden der für Medien zuständige Extremist Abu Abdullah und zwei Leibwächter getötet, hiess es weiter. Ein Pentagon-Sprecher, Marinehauptmann Jeff Davis, sagte, Al-Hayali sei irakischer Staatsbürger gewesen. Während der US-Invasion im Irak sei er Mitglied des örtlichen Al-Kaida-Ablegers gewesen, der Vorläufergruppe des IS. Wegen seiner Al-Kaida-Verbindungen wurde Al-Hajali Anfang 2005 von US-Truppen gefangen genommen und kurz darauf der irakischen Regierung übergeben. Damals habe er zugegeben, als Buchhalter für al-Qaida im Irak sowie in Waffenschmuggel verwickelt gewesen zu sein und extremistische Operationen unterstützt zu haben, sagte Davis.

Es werde angenommen, dass Al-Hajali dem IS später den Rang eines militärischen Emirs in Bagdad gehabt habe und zwischen 2011 und 2012 IS-Aktivitäten in der irakischen Provinz Ninewa geleitet zu haben. Ausserdem soll er als Mittelsmann zwischen der al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel und der IS-Führung fungiert haben, fügte Davis hinzu.

(sda/AFP)

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