Zum Hauptinhalt springen

«Niemand will sein Land in diesem Zustand sehen»

Schüsse auf den Strassen, Ausgangssperren und enttäuschte Hoffnungen: In Ägypten herrscht den dritten Tag in Folge der Ausnahmezustand. Anwohner von Kairo berichten, wie sie die Aufstände erleben.

Mehr als 1000 Menschen starben während der Ausschreitungen: Ein ägyptischer Soldat auf einem Panzerwagen vor dem obersten Gerichtshof in Kairo. (19. August 2013)
Mehr als 1000 Menschen starben während der Ausschreitungen: Ein ägyptischer Soldat auf einem Panzerwagen vor dem obersten Gerichtshof in Kairo. (19. August 2013)
AFP
Von den Machthabern in Kairo vorgeführt: Mohammed Badie, geistiger Führer der Muslimbrüder, nach seiner Festnahme. (19. August 2013)
Von den Machthabern in Kairo vorgeführt: Mohammed Badie, geistiger Führer der Muslimbrüder, nach seiner Festnahme. (19. August 2013)
Keystone
Was vom Lager übrig bleibt: Das Camp in Nasr City.
Was vom Lager übrig bleibt: Das Camp in Nasr City.
Keystone
1 / 25

Mohamed Farag wohnt in Giza, einem Stadtteil, der zum Grossraum Kairo gehört. Seit die Polizei hier am Mittwoch mit Gewalt ein Protestcamp der Muslimbrüder auflöste, hat der 32-jährige Journalist seine Wohnung nicht mehr verlassen. Denn auch zwei Tage nach dem Blutbad mit mehr als 600 Toten ist die Lage angespannt: Auf der Strasse wird wieder demonstriert, durch das Telefon sind Protestrufe zu hören, dazwischen auch einzelne Schüsse.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.