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Neues IS-Ultimatum empört Japans Regierungschef

Sollte eine zum Tode verurteilte Irakerin nicht frei kommen, würden zwei Geiseln innert 24 Stunden hingerichtet, heisst es in einer Videobotschaft des IS. «Wir verurteilen das scharf», sagte Japans Regierungschef.

«Wir sind empört»: Der japanische Regierungschef Shinzo Abe. (28. Januar 2015)
«Wir sind empört»: Der japanische Regierungschef Shinzo Abe. (28. Januar 2015)
Reuters

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hat das neue mutmassliche Geiselultimatum der Terrormiliz Islamischer Staat scharf verurteilt. Es handele sich um einen äussert verabscheuungswürdigen Akt, sagte Abe. «Wir fühlen Empörung und verurteilen das scharf.»

Japans Ministerpräsident: Geislenahme verachtenswert. (Video: Reuters)

Am Dienstag tauchte eine angeblich von IS-Extremisten verfassten Videobotschaft auf, in der sie die Freilassung der wegen eines Terroranschlags in Jordanien zum Tode verurteilten Irakerin Sadschida al-Rischawi verlangt wird. Ansonsten hätten die beiden IS-Geiseln – der Journalist Kenji Gote und der jordanische Pilot Mu'ath al-Kaseasbeh – nur noch weniger als 24 Stunden zu leben, hiess es.

Es war zunächst nicht klar, ob die Botschaft echt ist. Allerdings verwiesen mehrere Internetseiten, die dem IS nahestehen, auf den Link. Ausserdem gab es Übereinstimmungen mit dem am Wochenende veröffentlichten Video, auf dem der 47-jährige Goto angeblich ein Foto der Leiche einer zweiten japanischen Geisel zeigt.

Abe sagte, trotz der schwierigen Situation bemühe sich Tokio weiter um Unterstützung der Regierung in Amman, um Goto freizubekommen.

Vater von jordanischem Piloten appelliert an Regierung

Al-Kaseasbehs Heimat Jordanien beteiligt sich an den von den USAgeführten Luftangriffen gegen den IS. Der 26-Jährige wurde im Dezember nahe der syrischen Stadt Rakka abgeschossen und gilt als erster ausländischer Pilot, der dem IS in die Hände gefallen ist.

Der Vater Al-Kaseasbehs bat die Regierung in Amman inständig, auf die Forderungen der IS-Miliz einzugehen. «Jeder sollten wissen, vom Kopf der Regierung bis hin zu allen anderen, dass die Sicherheit von Mu'ath Stabilität in Jordanien bedeutet, und dessen Tod Chaos», sagte er der Nachrichtenagentur AP. Vor dem Büro des Ministerpräsidenten kamen rund 200 Angehörige des Piloten zusammen. Sie skandierten regierungskritische Parolen und verlangten, dass die Forderungen der Geiselnehmer erfüllt würden.

AP/chk

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