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Milizenführer im Südsudan ergibt sich nach schweren Kämpfen

Gabriel Tanginya hat sich laut Medienberichten der Armee gestellt. Zuvor sind bei Gefechten mindestens 57 Menschen ums Leben gekommen.

Der südsudanesische Milizenführer Gabriel Tanginya hat sich nach schweren Kämpfen im Bundesstaat Jonglei der südsudanesischen Armee SPLA ergeben. Das berichtete die «Sudan Tribune» heute Montag in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf Regierungsvertreter.

Am Osterwochenende waren bei Kämpfen zwischen Tanginyas Miliz und der SPLA mindestens 57 Rebellen getötet worden. Andere Quellen sprechen von über 100 toten Menschen. Dem Bericht zufolge sollen diese Zusammenstösse jedoch ohne Befehl Tanginyas ausgebrochen sein. Der Milizenchef will seine Soldaten in die SPLA integrieren. Etwa 5000 sollen bereits reguläre SPLA Soldaten sein, wie es hiess.

Die SPLA ist die einstige Bürgerkriegsarmee des Südsudans, der im Juli ein unabhängiger Staat werden soll. Noch immer existieren andere bewaffnete Gruppen in der teilautonomen Region, die zum Teil bestimmten ethnischen Gruppen angehören oder sich nach Machtkonflikten von der SPLA getrennt hatten.

Umkämpfter ölreicher Bundesstaat

Im ölreichen Bundesstaat Unity war es in den vergangenen Tagen zu schweren Kämpfen zwischen SPLA-Truppen und Soldaten des Rebellengenerals Peter Gatdet Yak gekommen.

Die südsudanesische Regierung in Juba hat der Regierung des Gesamtstaates in Khartum wiederholt vorgeworfen, Rebellengruppen im Süden zu bewaffnen und zu finanzieren.

Vor allem in den Gebieten an der künftigen Staatsgrenze zwischen Nord und Süd kam es wiederholt zu blutigen Auseinandersetzungen, seit die Bevölkerung des Südsudans in einem Referendum im Januar für einen eigenen Staat abstimmte.

SDA/miw

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