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Mehrere Tote bei Angriffen in Nahost

Israelische Luftangriffe auf den Gazastreifen und Raketenangriffe militanter Palästinenser auf Israel haben mehrere Menschen das Leben gekostet. Nun soll der Waffenstillstand wieder hergestellt werden.

Angriffe und Gegenangriffe: Ausgebrannte Autos rund um den Krater einer eingeschlagenen Rakete in Ashdod im Süden Israels.
Angriffe und Gegenangriffe: Ausgebrannte Autos rund um den Krater einer eingeschlagenen Rakete in Ashdod im Süden Israels.
Reuters

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben in der Nacht auf heute die Raketenangriffe auf Israel fortgesetzt. Eine israelische Armeesprecherin teilte mit, seit Mitternacht seien zehn weitere Geschosse auf Israel abgefeuert worden. Zwei davon seien von einem Raketen-Abwehrsystem abgefangen worden. Israels Luftwaffe habe als Reaktion auf die andauernden Angriffe sechs Ziele im Gazastreifen bombardiert.

Zuvor hatten Kreise der im Gazastreifen regierenden Hamas und des Islamischen Dschihads der Nachrichtenagentur AFP mitgeteilt, sie wollten ab sechs Uhr (Ortszeit) die Waffen ruhen lassen. Der Waffenstillstand solle wiederhergestellt werden.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte unter Berufung auf Insider gemeldet, dass Ägypten einen Waffenstillstand zwischen Israel und radikalen Palästinensern im Gazastreifen vermittelt habe.

Zehn Tote

Israel hatte am Samstag mehrere Luftangriffe auf das Palästinensergebiet geflogen. Bei einem ersten israelischen Angriff nahe Rafah im Süden des Gazastreifens wurden fünf Kämpfer der Al-Kuds-Brigaden getötet, wie der Sprecher der Rettungskräfte in Gaza, Adham Abu Selmija sagte.

Sie seien in einem Trainingslager nahe Rafah im Süden des Gazastreifens getroffen worden, erklärte der Islamische Jihad. Unter den Toten sei auch ein Al-Kuds-Kommandant.

Nach israelischen Militärangaben griff die Luftwaffe eine «Gruppe von Terroristen» an, die gerade einen Raketenangriff vorbereiteten. Mit dem Angriff habe die Armee «den versuchten Abschuss» jedoch verhindert.

Später wurden nach Angaben von Augenzeugen und den Behörden im Gazastreifen noch drei weitere Ziele in dem Palästinensergebiet bombardiert. Bei einem zweiten Angriff nahe Rafah wurden demnach zwei Palästinenser getötet und zwei weitere verletzt. Am späten Abend wurden noch zwei weitere Leichen gefunden, wie palästinensische Spitalmitarbeiter meldeten.

Zahlreiche Raketen auf Israel

Gleichzeitig wurde der Süden Israels von Raketen aus dem Gazastreifen getroffen, wodurch vier Menschen verletzt wurden. Einer von ihnen erlag später im Spital seinen Verletzungen, wie Mediziner und die Polizei mitteilten.

Der Mann sei in der Stadt Aschkelon zunächst in ein Spital gebracht worden, dort aber gestorben, berichtete die Zeitung «Jerusalem Post». Insgesamt wurde Israel binnen weniger Stunden von 20 Granaten und Raketen, darunter auch mehrere Grad-Raketen russischer Bauart, getroffen.

Aussenminister Avigdor Lieberman warnte, wenn der Beschuss aus dem Gebiet am Mittelemeer nicht aufhöre, werde es in den nächsten Tagen ernsthafte Konsequenzen geben. Ein Sprecher des UNO-Sonderkoordinators für den Nahen Osten, Robert Serry, rief alle Seiten zu Zurückhaltung auf. Die jüngste Eskalation der Lage sei «sehr beunruhigend».

dapd/wid

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