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US-Streitkräfte töten IS-Finanzchef

Der amerikanische Verteidigungsminister verkündet den Tod mehrerer Topterroristen des Islamischen Staats. Die syrische Armee rückt derweil in Palmyra vor.

Er wurde offenbar getötet: IS-Terrorist Abdul Rahman Mustafa al-Kaduli auf einer undatierten Aufnahme. Bild: Reuters
Er wurde offenbar getötet: IS-Terrorist Abdul Rahman Mustafa al-Kaduli auf einer undatierten Aufnahme. Bild: Reuters
US State Department, Keystone

Die USA haben nach eigenen Angaben mehrere ranghohe Kommandeure der Terrormiliz Islamischer Staat getötet. Unter ihnen sei vermutlich auch der für die Finanzen der Extremistengruppe verantwortliche Abdul Rahman Mustafa al-Kaduli, sagte Verteidigungsminister Ashton Carter bei einer Pressekonferenz.

Al-Kaduli wurde laut irakischen Sicherheitskreisen in der irakischen Stadt Mossul geboren. Nach Angaben der US-Behörden soll er sich im Jahr 2004 dem Terrornetzwerk al-Qaida angeschlossen haben. Er brachte es demnach bis zum Stellvertreter von Abu Mussab al-Sarkawi, dem früheren Chef von al-Qaida im Irak, der 2006 bei einem US-Drohnenangriff getötet wurde.

Konnte einen Erfolg verkünden: US-Verteidigungsminister Ashton Carter an der Pressekonferenz. (25. März 2016) Bild: AFP
Konnte einen Erfolg verkünden: US-Verteidigungsminister Ashton Carter an der Pressekonferenz. (25. März 2016) Bild: AFP

2012 schloss sich al-Kaduli dann den US-Angaben zufolge dem IS in Syrien an. Er wurde im Mai 2014 auf die US-Terrorliste gesetzt. Ein Jahr darauf setzte das US-Justizministerium ein Kopfgeld von sieben Millionen Dollar (rund 6,2 Millionen Euro) auf ihn aus. Dies war das zweithöchste Kopfgeld für ein IS-Mitglied - für al-Bagdadi beträgt es zehn Millionen Dollar.

USA sehen ihre Strategie auf gutem Weg

Carter wertete das als weiteren Erfolg in der Strategie, die Führungsriege des IS zu eliminieren. Erst vor kurzem hatten die USA den Tod von Omar al-Schischani gemeldet, des Kriegsministers des IS. Im November erklärte das Pentagon, bei einem Luftangriff in Libyen sei der IS-Kommandeur Abu Nabil ums Leben gekommen.

Carter räumte allerdings auch ein, dass in der Vergangenheit bereits mehrfach Führungsmitglieder des IS getötet und dann einfach wieder ersetzt wurden. «Aber diese Anführer waren schon lange dabei. Sie sind hochrangig, sie sind erfahren», sagte der Pentagon-Chef. Ob Al-Kaduli im Irak oder in Syrien getötet wurde, wollte Carter nicht beantworten.

Syrische Armee rückt in Palymra vor

Unterdessen meldet das syrische Staatsfernsehen, die syrische Armee habe die symbolisch wichtige Zitadelle von Palmyra von der IS-Terrormiliz zurückerobert. Die Streitkräfte hätten wieder die Kontrolle über die Zitadelle gewonnen, nachdem sie den Jihadisten viele Verluste beigebracht hätten, zitierte das Staats-TV eine Armeequelle. Der IS kontrollierte Palmyra, deren antike römische Ausgrabungsstätten zum Weltkulturerbe zählen, seit Mai vergangenen Jahres.

Syrische und russische Kampfflugzeuge hätten zudem 56 Ziele innerhalb der noch grossteils vom IS kontrollierten Stadt getroffen. Nach einem Bericht des libanesischen Senders Al-Majadin schnitten Regierungstruppen Palmyra auch von Karjatajn, einer weiteren IS-Bastion, ab.

Unesco-Generaldirektorin Irina Bokova begrüsste den Vorstoss der syrischen Armee. Palmyra sei unter der IS-Herrschaft zum «Symbol» der kulturellen Verwüstung im Nahen Osten geworden, gehöre aber weiter zum Weltkulturerbe, erklärte sie am Donnerstag.

AFP/SDA/thu/mlr

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