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Maliki, der Machtbesessene

In Bagdad wächst der Widerstand gegen Regierungschef Maliki, der mit aller Macht am Amt festhält. Der Präsident hat nun einen anderen – umgänglicheren – Politiker mit der Regierungsbildung beauftragt.

Irakische Einsatzkräfte sichern in Bagdad eine Kundgebung von Anhängern von Nouri al-Maliki. Foto: Ahmed Saad (Reuters)
Irakische Einsatzkräfte sichern in Bagdad eine Kundgebung von Anhängern von Nouri al-Maliki. Foto: Ahmed Saad (Reuters)

Der Fluch des Nahen Ostens sind die Wortverdreher, diejenigen, die Recht und Menschlichkeit und, schlimmer noch, den Verstand beleidigen, nur, um Zeit zu schinden auf jenen Posten, auf denen sie das Land vorher zugrunde gerichtet haben. Aber manchmal schlägt auch ihre Stunde schneller als gedacht. Nouri al-Maliki beispielsweise, Premier des Irak seit 2006, hat – um der drohenden Absetzung zu entgehen – am Montag in Bagdad Panzer auffahren lassen. Seine Sicherheitskräfte und schiitische Milizen haben die Eingänge der Grünen Zone blockiert, wo Regierung und Parlament ihren Sitz haben, Brücken, Stras­sen, Kreuzungen gesperrt. Allerdings nicht, wie man denken könnte, um die Hauptstadt gegen die entfesselten Horden der IS-Jihadisten zu schützen – sondern um Maliki im Amt zu halten.

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