Libanon startet Offensive gegen IS

Die Jihadisten sollen aus den an Syrien grenzendem Gebiet vertrieben werden.

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Die libanesische Armee hat den Beginn einer Offensive gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Ostteil des Landes verkündet. Armeechef Joseph Aoun erklärte am Samstag, dass die Jihadisten aus dem an Syrien grenzenden Gebiet vertrieben werden sollen. Dies geschehe im «Namen des Libanon, im Namen der entführten libanesischen Soldaten, im Namen der Märtyrer der Armee».

Zeitgleich gab es Erklärungen der Hizbollah sowie der syrischen Armee, gegen die IS-Kämpfer auf der syrischen Seite der Grenze vorzugehen.

Keine Absprache mit Assad

Bei dem Einsatz geht es um die westlich gelegene Bergregion Kalamun. Die militärische Operation ist seit längerem geplant und soll kleine vom IS kontrollierte Gebiete zurückerobern. Die libanesischen Behörden betonen, sich bei der Mission nicht mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und dessen Truppen abzusprechen.

Der IS ist durch Offensiven in Syrien und im Irak in den vergangenen Monaten stark unter Druck geraten. Anfang Juli wurden die Jihadisten nach monatelangen Kämpfen aus der irakischen Grossstadt Mossul vertrieben. In Syrien hält der IS noch Raka, doch scheint es nur noch eine Frage der Zeit, dass sie ihre einstige Hochburg in Syrien verlieren.

roy/AFP

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