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Lebensgefährliche Bombendetektoren

Nach dem verheerenden Anschlag im Irak zeigt sich: Sicherheitskräfte setzen Geräte ein, die zum Aufspüren von Golfbällen konzipiert wurden. Betrüger haben sie in die ganze Welt verkauft.

Der falsche Bombendetektor ADE 651 im Einsatz: Ein Polizist im Irak kontrolliert ein Fahrzeug. (1. September 2010)
Der falsche Bombendetektor ADE 651 im Einsatz: Ein Polizist im Irak kontrolliert ein Fahrzeug. (1. September 2010)
Reuters

Am Sonntagabend reagierte die irakische Regierung auf den Selbstmordanschlag mit weit über 100 Toten in Bagdad. Das Sicherheitskonzept werde geändert, verkündete der Premierminister. Die Hauptmassnahme: der Einsatz von falschen Sprengstoffdetektoren wird verboten.

Noch schockierender als der Befund, dass solche nutzlosen Geräte überhaupt zum Einsatz kamen, ist die Tatsache, dass die irakische Regierung schon seit Jahren wusste, dass sie nicht funktionieren. Der Mann, der sie ihnen verkauft hatte, ein britischer Geschäftsmann namens James McCormick, war 2013 in London zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Bereits 2010 hatte die britische Polizei die Büros der Firma von McCormick durchsucht und die britische Regierung den Export deren Produkte verboten.

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