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«Kommt bitte und stoppt diesen Diktator»

«In Syrien ist eine Kultur gestorben», sagt der Regisseur Mano Khalil im «Bund»-Samstagsinterview – und fordert den Westen zum Eingreifen auf.

«Der Diktator muss weg»: Mano Khalil.
«Der Diktator muss weg»: Mano Khalil.
Adrian Moser

Herr Khalil, wann waren Sie das letzte Mal in Syrien? Ungefähr vor 17 Jahren, 1995.

Sie halten sich auf dem Laufenden, was in Syrien geschieht? Auf jeden Fall und von Anfang an, als die Demonstrationen begonnen haben. Der Krieg hat auch meine Familie getroffen. Unser Dorf im Kurdengebiet existiert fast nicht mehr, die sogenannte freie Armee hat es von Menschen befreit, und das Regime hat angefangen, es zu bombardieren. Mein jüngerer Bruder wohnte dort mit seinen fünf Kindern und seiner schwangeren Frau. Jetzt ist er mit den Schwiegereltern in ein Flüchtlingslager im irakischen Kurdistan geflüchtet. Ich kenne im Irak ein paar Personen und versuche, eine Lösung zu finden, damit die Familie vom Zeltlager weg in eine Wohnung kommt.

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