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Kampfflieger greifen erneut Stellungen in Jemens Hauptstadt an

Im Jemen haben Kampfflugzeuge auch in der Nacht Stellungen in der Hauptstadt Sanaa angegriffen. Derweil bringt Saudiarabien Diplomaten in Sicherheit.

Chaotische Zustände: Eine Frau passiert eine Strassensperre am nördlichen Stadtrand von Aden.
Chaotische Zustände: Eine Frau passiert eine Strassensperre am nördlichen Stadtrand von Aden.
AFP

In einem Gebiet westlich der Stadt, wo sich ein Stützpunkt der Nationalgarde befinde, seien Explosionen zu hören gewesen. Das berichteten Einwohner der Nachrichtenagentur Reuters. Im Morgengrauen hätten die Angriffe aufgehört, sagte ein Einwohner.

Es gab zunächst keine Angaben darüber, ob die Flugzeuge zu der von Saudiarabien geführten Koalition gehörten, die zuletzt Stellungen der schiitischen Huthi-Milizen bombardiert hatten.

Luftraum «vollständig unter Kontrolle»

Das Bündnis hatte nach Berichten von Einwohnern militärische Einrichtungen in der von den Huthis kontrollierten Hauptstadt attackiert, darunter ein Raketenlager. Am Freitag bombardierten die Kampfjets auch den von den Huthis eroberten Luftwaffenstützpunkt al-Anad nördlich von Aden.

Der jemenitische Luftraum sei mittlerweile «vollständig unter der Kontrolle» der Militärkoalition, sagte der saudiarabische Armeesprecher Ahmed Assiri. Auch der von den Rebellen besetzte Präsidentenpalast wurde erneut bombardiert.

Diplomaten in Sicherheit gebracht

Im Süden des Landes wurden über Dhaleh, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, Kampfflugzeuge gesichtet. Nach Angaben von Augenzeugen war sowohl in Dhaleh als auch in Sanaa die Flugabwehr der Huthi-Rebellen zu hören.

Saudiarabien hat dutzende Diplomaten aus der südjemenitischen Hafenstadt Aden in Sicherheit gebracht. Wie der staatliche saudiarabische Fernsehsender El-Echbarija berichtete, waren darunter Diplomaten aus Saudiarabien und anderen Ländern.

Sie seien auf zwei Marineschiffen nach Dschiddah im Westen von Saudiarabien gebracht worden. In Aden war die Lage zunehmend angespannt und chaotisch, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

SDA/rar

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