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Justiz verweigert N'Dour die Kandidatur

Der weltbekannte Sänger ist gemäss Verfassungsgericht nicht an den Präsidentschaftswahlen in Senegal zugelassen. Amtsinhaber Abdoulaye Wade darf hingegen ein drittes Mal antreten. Die Opposition protestiert.

Hat noch nicht aufgegeben: Der senegalesische Musiker Youssou N'Dour.
Hat noch nicht aufgegeben: Der senegalesische Musiker Youssou N'Dour.
Keystone

Das Verfassungsgericht hat in der Nacht zum Montag die umstrittene Kandidatenliste für die Präsidentenwahl bestätigt. Die am Freitag erstmals von dem Gericht veröffentlichte Liste wurde unverändert bestätigt. Die Liste enthält auch die Kandidatur von Amtsinhaber Abdoulaye Wade, was zu heftigen Protesten geführt hatte. Einsprüche der Opposition gegen die Kandidatur Wades ebenso wie ein Einspruch des Sängers Youssou N'Dour gegen seine Disqualifizierung seien «zulässig» aber «unbegründet», hiess es in der Erklärung des Gerichts.

Das Verfassungsgericht hatte am Freitag 14 Kandidaten zur Wahl am 26. Februar zugelassen. Neben Wade dürfen demnach unter anderen drei frühere Regierungschefs sowie Oppositionsführer Ousmane Tanor Dieng kandidieren. Die Kandidatur des weltbekannten Sängers N'Dour von der Oppositionsbewegung 23. Juni (M23) wurde dagegen verweigert, weil er nicht die erforderliche Zahl an Unterschriften eingereicht habe. N'Dour bestreitet dies und will trotzdem kandidieren.

Heftige Proteste

Nach dem Entscheid des Verfassungsgerichts am Freitag war es zu heftigen, teils gewaltsamen Protesten gekommen. Sieben Präsidentschaftskandidaten reichten Widerspruch ein, um die Kandidatur Wades annullieren zu lassen.

Aus ihrer Sicht darf der 85-jährige Präsident gemäss der Verfassung kein drittes Mal antreten. Wade hingegen argumentiert, die Beschränkung auf zwei Amtszeiten gelte nicht für ihn. Er verweist auf die Änderung der Verfassung in den Jahren 2001 und 2008. Wade ist seit dem Jahr 2000 im Amt.

Wades Widerspruch ebenfalls zurückgewiesen

Der greise Staatschef legte seinerseits Widerspruch gegen die Kandidatur des früheren Ministerpräsidenten Macky Salls und Idrissa Seck sowie des früheren Aussenministers Cheikh Tidiane Gadio ein. Ihre Zulassung solle zurückgenommen werden, wenn sie keine Unterlagen über die von ihnen gezahlten Steuern vorlegten. Das Verfassungsgericht erklärte in der Nacht zum Montag, dieser Widerspruch sei ebenfalls «zulässig» aber «unbegründet».

SDA/jak

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