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Jemenitischer Flughafen nach Erstürmung geschlossen

Im Konflikt zwischen Rebellen und regierungstreuen Truppen im Jemen eskalieren die Kämpfe. Der Flughafen in Aden musste geschlossen werden – es wird von schweren Explosionen gesprochen.

Der amtierende Präsident verliert immer mehr Boden: Soldaten der Houthi-Rebellen protestieren in Sanaa. (17.03.2015)
Der amtierende Präsident verliert immer mehr Boden: Soldaten der Houthi-Rebellen protestieren in Sanaa. (17.03.2015)
Khaled Abdullah, Reuters

Heftige Kämpfe rivalisierender Gruppen haben zur Schliessung des internationalen Flughafens der jemenitischen Stadt Aden geführt. Bewaffnete, die den Ex-Präsidenten Ali Abdullah Saleh unterstützen, stürmten den Flughafen. Sicherheitskräfte des amtierenden Präsidenten Abd Rabbuh Mansur al-Hadi feuerten von Panzerfahrzeugen auf sie. Der Flughafen wurde geschlossen, mehr als 100 Passagiere in einem Flugzeug Richtung Kairo mussten ins Terminalgebäude gehen.

Unter ihnen war auch ein Reporter der Nachrichtenagentur Associated Press. Die Bewaffneten versuchten, einen Teil des Flughafens unter ihre Kontrolle zu bringen, trafen jedoch auf die Sicherheitskräfte von Hadi, der sich nach seiner Flucht aus der von den Houthi-Rebellen eroberten Hauptstadt Sanaa in der im Süden des Landes liegenden Stadt Aden befindet.

Explosionen im Terminalgebäude

Als die Kämpfe eskalierten, seien Panzer aus dem Stadtzentrum zum Flughafen geschickt worden, sagten Sicherheitsbeamte. Nach Angaben von Sicherheits- und Luftfahrtsvertretern trafen mindestens zwei Granaten den Flughafen. Das Terminalgebäude wurde von schweren Explosionen erschüttert. Saleh war 2011 gestürzt worden.

Falls der Flughafen von Aden in die Hände der Getreuen des 2011 gestürzten Saleh fallen sollte, würde Hadi noch stärker isoliert. Er hatte die Stadt zur Übergangshauptstadt erklärt, nachdem er im Februar aus seinem Hausarrest in Sanaa geflohen war. Auch in der Stadt selbst gibt es zwei Armee-Einheiten, die zu Saleh stehen.

Seit dem Arabischen Frühling droht ein Bürgerkrieg

Der Jemen, das ärmste Land der arabischen Welt, steht am Rande eines Bürgerkriegs. Saleh regierte 33 Jahre, bis er 2011 im Arabischen Frühling gestürzt wurde. Die Houthi-Rebellen, die die Macht im Land an sich gerissen haben, haben sich mit Saleh verbündet. Es wird vermutet, dass der Ex-Präsident hinter den Kulissen die Fäden zieht.

Vor gut einer Woche hatten Demonstranten die Rückkehr des Sohns von Saleh gefordert. Ahmed Saleh kommandierte früher die mächtige Republikanische Garde. Er hatte das Land nach dem Sturz seines Vaters verlassen und wurde 2013 Botschafter in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

SDA/rsz

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