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IS-Kämpfer aus Raffineriestadt vertrieben

Grosser Erfolg im Kampf gegen IS-Terroristen: Der irakischen Armee ist es offenbar gelungen, die Ölstadt Baidschi zurückzuerobern, die seit Sommer besetzt war. Ein Bericht der UNO warnt jedoch vor zu viel Euphorie.

Wurde schon mehrmals zum Schauplatz von Kämpfen: Über der Ölraffinerie in Baidschi steigt bei Zusammenstössen Rauch auf. (31. Juli 2014)
Wurde schon mehrmals zum Schauplatz von Kämpfen: Über der Ölraffinerie in Baidschi steigt bei Zusammenstössen Rauch auf. (31. Juli 2014)
Keystone

Trotz westlicher Luftangriffe auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist deren Kampfkraft in Syrien nach Einschätzung von Experten grösser geworden. Am Freitag legte die unabhängige Untersuchungskommission dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf ihren Bericht zum Syrien-Konflikt vor. Darin werden zahlreiche Kriegsverbrechen und Verbrechen des IS gegen die Menschlichkeit dokumentiert.

Der vom Brasilianer Paulo Sergio Pinheiro geleiteten Untersuchungskommission gehört unter anderen auch die Tessinerin Carla Del Ponte an, frühere Bundesanwältin wie auch Chefanklägerin des UNO-Tribunals für das ehemalige Jugoslawien.

Die Islamisten-Miliz stütze sich auf eine «verstärkte Mobilität und Feuerkraft, um Gegner zu überraschen und örtlich ihre Übermacht zu sichern», heisst es in dem Bericht der Kommission.

IS aus Raffineriestadt vertrieben

Zuvor hatte das irakische Militär die Rückeroberung der Raffineriestadt Baidschi gemeldet. Regierungstruppen haben die Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat aus der Raffineriestadt nördlich von Bagdad verjagt.

Die Truppen hätten zudem die Belagerung der grössten Ölraffinerie durch den IS beendet. Das irakische Fernsehen berichtete unter Berufung auf den höchstrangigen Befehlshaber vor Ort, Abdul-Wahab al-Saadi, ebenfalls von «der Befreiung von Baidschi».

Der grösste zurückeroberte Ort

Der IS hatte Baidschi im Sommer bei seinem Blitzfeldzug im Norden und Westen des Iraks eingenommen. Die irakischen Truppen waren dem Angriff nicht gewachsen und zerfielen. Seitdem haben sie sich aber neu formiert und sind in die Offensive gegangen. Baidschi ist der grösste Ort, den sie seitdem zurückerobert haben.

Nahe Baidschi liegt die grösste Ölraffinerie des Landes. Die irakischen Truppen hatten seit Tagen versucht, die Extremisten zurückzudrängen. Am Dienstag hatte das Militär gemeldet, die Aufständischen aus dem Zentrum der 250 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt verdrängt zu haben. Diese hätten aber heftigen Widerstand geleistet.

Die IS-Extremisten verdienen geschätzt mehr als zwei Millionen Euro pro Tag durch die von ihnen kontrollierten Ölraffinerien. Ziel der USA und ihrer Verbündeten ist es, den IS zu zerstören.

sda/AP/fko

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