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IS soll 15 gefangene Christen freigelassen haben

Wochenlang waren die 15 Christen in Syrien in Gefangenschaft. Mitglieder des IS haben sie nun freigelassen. Sie hätten zuvor die Dschisja bezahlen müssen – eine Steuer für Nicht-Muslime.

Die Freigelassenen seien «wohlauf»: Dorf Al-Karjatain in der syrischen Provinz Homs von oben. (5. September 2015) Bild: Google Maps
Die Freigelassenen seien «wohlauf»: Dorf Al-Karjatain in der syrischen Provinz Homs von oben. (5. September 2015) Bild: Google Maps

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben von Aktivisten mehrere Christen freigelassen, die wochenlang in dem Dorf Al-Karjatain in der syrischen Provinz Homs festgehalten worden waren. 15 Geiseln seien am Freitag freigelassen worden.

Sie hätten zuvor die Dschisja, eine Steuer für Nicht-Muslime, gezahlt, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Assyrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte die Freilassung und erklärte unter Berufung auf Angaben von Ärzten, die Freigelassen seien «wohlauf».

Palmyra-Flüchtlinge aufgenommen

Der IS hatte Al-Karjatain Anfang August erobert und mindestens 230 Einwohner, unter ihnen dutzende Christen, verschleppt. Der Priester Jacques Mourad, der aus dem Kloster Mar Elian in Al-Karjatain entführt worden war, wurde offenbar nicht freigelassen. Wie die Vatikan-Nachrichtenagentur Fides am Freitag berichtete, wird noch über die Freilassung von Mourad und anderen christlichen Geiseln verhandelt. Es gehe ihnen gesundheitlich aber gut.

Mourad wollte Einwohner aus dem nahegelegenen Palmyra aufnehmen, die nach der Eroberung ihrer Heimatstadt durch den IS auf der Flucht waren. Das Kloster aus dem 5. Jahrhundert wurde im August von den IS-Kämpfern zerstört.

SDA/hae

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