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Iranische Kriegsschiffe erreichen syrischen Hafen

Nach der umstrittenen Fahrt aus dem Iran durch den Suezkanal sind zwei Kriegsschiffe an ihrem Ziel angelangt. Der iranische Marinechef spricht von einer Routinefahrt.

«Der Iran betreibt Schattenboxen»: Kriegsschiff der iranischen Marine passiert den Suezkanal.
«Der Iran betreibt Schattenboxen»: Kriegsschiff der iranischen Marine passiert den Suezkanal.
Reuters
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Im syrischen Hafen von Latakia sei für Freitagnachmittag eine Willkommenszeremonie geplant, hiess es aus iranischen Kreisen in Damaskus. An dieser werde auch der Chef der iranischen Marine, Habibollah Sajari, teilnehmen, der bereits in der Nacht zu Donnerstag in Syrien eingetroffen war.

Der Besuch der beiden Kriegsschiffe sei eine «normale Angelegenheit und trägt eine Botschaft des Friedens und der Freundschaft», zitierte die iranische Nachrichtenagentur Irna Marinechef Sajari. Dieser hob die «strategischen Beziehungen» zwischen dem Iran und Syrien hervor. Sajari dementierte zudem, dass eine Militärübung geplant sei. «Es handelt sich um eine lange Übungsreise auf dem Meer», sagte er Irna.

Umstrittene Fahrt durch den Suez-Kanal

Bei den Kriegsschiffen handelt es sich um die Fregatte «Alwand» und das Versorgungsschiff «Charg». Sie wurden in den 70er Jahren in Grossbritannien gebaut. Die «Alwand» ist in der Regel mit Torpedos und Schiffsabwehrraketen ausgestattet, die «Charg» mit ihrer 250-köpfigen Besatzung kann nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars unter anderem drei Hubschrauber transportieren. Der ägyptischen Nachrichtenagentur Mena zufolge hat keines der Schiffe chemisches oder atomares Material geladen.

Die Schiffe hatten unter scharfem Protest Israels am Dienstag den Suez-Kanal passiert. Es handelte sich um die erste Durchfahrt iranischer Militärschiffe seit der Islamischen Revolution im Iran im Jahr 1979.

Kriegsschiffe auf Routinefahrt

Israel setzte daraufhin seine Marine in Alarmbereitschaft. Die Nato gab am Mittwoch an, die Schiffe «wie jedes andere Kriegsschiff in der Gegend» zu beobachten.

Sajari sagte, an dem Plan werde «in Kooperation mit den Freunden der Region» und unabhängig der Bedenken von Israel festgehalten. Es handle sich um eine Routinefahrt mit einer Dauer von mehreren Tagen. Aus Israel hatte es am Dienstag geheissen, das Land werde nicht gegen die Schiffe vorgehen, jedoch eingreifen, wenn diese ihre Route änderten.

(AFP)

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