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Iran hebt Massengräber aus – für US-Soldaten

Der US-Generalstabschef hat letzte Woche zugegeben, dass Washington einen Angriffsplan gegen den Iran in der Schublade habe. Teheran hat prompt mit einer makaberen Ankündigung reagiert.

Keine Entspannung mit den USA in Sicht: Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad hält eine Rede in Teheran.
Keine Entspannung mit den USA in Sicht: Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad hält eine Rede in Teheran.
Keystone

Der Iran hat nach Angaben eines früheren Befehlshabers der Revolutionsgarden Massengräber für amerikanische Soldaten ausgehoben - als Vorbereitung auf einem möglichen US-Angriff. Die Grabstellen seien in der Provinz Chusestan im Südwesten des Landes vorbereitet worden, sagte General Hossein Kan'ani Moghadam der Fernsehnachrichtenagentur APTN.

Der Iran reagierte damit offenbar auf eine Äusserung des amerikanischen Generalstabschefs Mike Mullen, der vergangene Woche erklärt hatte, die US-Streitkräfte hätten einen Angriffsplan gegen den Iran in der Schublade. Mullen betonte aber zugleich, er halte eine Invasion für eine eher schlechte Idee.

Zahlreiche leere Gräber

Moghadam sagte, in Chusestan seien während des Kriegs gegen den Irak zwischen 1980 und 1988 getötete irakische Soldaten beerdigt worden. «Die Massengräber, die für Saddam Husseins Soldaten bestimmt waren, wurden jetzt wieder für US-Soldaten vorbereitet, und das ist der Grund für diese grosse Zahl von Gräbern», sagte Moghadam, der in den 80er Jahren Vize-Kommandeur der mächtigen Revolutionsgarden war. Über die genaue Zahl der Gräber machte er keine Angaben.

In Filmaufnahmen, die APTN vorlagen, waren zahlreiche leere, frisch ausgehobene Gräber in einem Wüstengebiet in Chusestan zu sehen. Über die Vorbereitung der Grabstellen hatte Anfang der Woche als erste die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet.

Ali Akbar Dareini / dapd/jak

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