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Iran hat die Bombe nicht vor 2015

Der Iran wird nach Einschätzung des israelischen Geheimdienstes Mossad nicht so schnell eine funktionsfähige Atombombe besitzen. Dafür sind hauptsächlich zwei Gründe verantwortlich.

Forschung für die Bombe: Der Iran hat mehr als 7000 Zentrifugen in der Nuklearanlage in Natans installiert.
Forschung für die Bombe: Der Iran hat mehr als 7000 Zentrifugen in der Nuklearanlage in Natans installiert.

Meir Dagan, scheidenden Direktors des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, rät zum gegenwärtigen Zeitpunkt von einem Angriff auf die iranischen Atomanlagen ab, wie israelische Medien berichten. Ein Angriff auf den Iran sei nur ratsam, falls Israel angegriffen werde oder direkter Gefahr ausgesetzt sei.

Israel und der Westen verdächtigen die Führung in Teheran, unter dem Deckmantel ziviler Forschung Atomwaffen bauen zu wollen. Die iranische Führung bestreitet das.

Für die Verzögerungen im iranischen Atomprogramm machte der scheidende Mossad-Chef technische Schwierigkeiten sowie die vom Westen ergriffenen Massnahmen und Sanktionen verantwortlich.

Angriffe nicht ausgeschlossen

Israel und die USA haben Angriffe auf die im Iran verstreuten und befestigten Atomeinrichtungen nicht ausgeschlossen. Die israelische Luftwaffe gilt jedoch als nicht stark genug, um iranische Atomanlagen im Alleingang zu zerstören.

Der israelische Militärgeheimdienst hatte 2003 vorhergesagt, dass der Iran bis 2007 eine Atombombe bauen könne. Dieser Zeitpunkt wurde später immer weiter verschoben. Im Juni 2009 hatte Dagan noch davon gesprochen, dass die Islamische Republik bis 2014 über eine Atomwaffe verfügen könnte.

Dagan stand acht Jahre an der Spitze des Auslandsgeheimdienstes Mossad. Sein Nachfolger ist der langjährige stellvertretende Mossad- Direktor Tamir Pardo. Israel selbst ist im Besitz von Atomwaffen, hat dies offiziell aber nie eingestanden.

(SDA)

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