Zum Hauptinhalt springen

IKRK-Präsident Maurer trifft Assad

In Damaskus sprach der IKRK-Chef mit Syriens Präsident. Peter Maurer betonte dabei die Notwendigkeit der humanitären Hilfe für Syrien. Bashar Assad wiederum stellte Bedingungen ans IKRK.

Als neutrale Institution willkommen: Peter Maurer (r.) im Gespräch mit Syriens Präsident Bashar al-Assad. (4. September 2012)
Als neutrale Institution willkommen: Peter Maurer (r.) im Gespräch mit Syriens Präsident Bashar al-Assad. (4. September 2012)
Keystone
Gespräch unter Kollegen: Maurer und der Leiter des Roten Halbmondes in Syrien, Abdul-Rahman al-Attar. (4. September 2012)
Gespräch unter Kollegen: Maurer und der Leiter des Roten Halbmondes in Syrien, Abdul-Rahman al-Attar. (4. September 2012)
Keystone
Ankunft in Damaskus: Peter Maurer in einem Fahrzeug des IKRK. (4. September 2012)
Ankunft in Damaskus: Peter Maurer in einem Fahrzeug des IKRK. (4. September 2012)
Reuters
1 / 7

Der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer, ist mit dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad zusammengetroffen. Das Treffen in Damaskus habe rund 45 Minuten gedauert, sagte ein IKRK- Sprecher in Genf.

Maurer habe Assad die Besorgnis des IKRK bezüglich der humanitären Situation in Syrien mitgeteilt, erklärte IKRK-Sprecher Hicham Hassan. Zudem habe er den syrischen Präsidenten an die Respektierung der Menschenrechte erinnert und die Notwendigkeit einer verstärkten humanitären Hilfe vor Ort betont.

Bei dem Treffen sei es um die Ausweitung der Hilfsbemühungen und den Schutz für die Zivilbevölkerung in dem Konfliktgebiet gegangen, sagte der IKRK-Sprecher weiter. Konkret seien die Verbesserung der Gesundheitsversorgung sowie Besuche in Gefängnissen angesprochen worden.

Assad: IKRK soll neutral bleiben

Assad habe mit positiven Versprechen auf die Forderungen reagiert. Das syrische Fernsehen zitierte Assad wie folgt: «Syrien begrüsst die Arbeit des IKRK auf syrischem Gebiet, solange sie auf unabhängige und neutrale Weise ausgeführt wird.»

Maurer weilt seit Montag für einen dreitägigen Besuch in Syrien. Er sprach auch mit dem stellvertretenden syrischen Aussenminister, Faisal Mekdad. Während des Tages seien weitere Treffen geplant, sagte der IKRK-Sprecher. Zudem begab sich Maurer in den ländlichen Teil von Damaskus. Dort besuchte er eine Einrichtung des Syrischen Roten Halbmondes, in der er mit verletzten Patienten und freiwilligen Helfern der Organisation sprach.

Assad versucht seit eineinhalb Jahren einen gegen ihn gerichteten Aufstand mit Gewalt niederzuschlagen. Tausende Menschen wurden getötet, Hunderttausende sind vor den Kämpfen geflohen.

Tausende mit Hilfsgütern versorgt

Nach eigenen Angaben konnten das IKRK und der Syrisch-arabische Rote Halbmond in den am härtesten von den Kämpfen betroffenen Regionen seit Mitte Juli fast 180'000 Menschen mit Lebensmitteln versorgen. Seit Beginn des Syrien-Konflikts seien mehr als 800'000 Menschen mit Hilfsgütern versorgt worden.

In Syrien lässt Präsident Assad seit März 2011 einen Aufstand gegen seine Führung blutig niederschlagen. Dabei wurden nach Schätzungen von Menschenrechtsaktivisten bislang mehr als 26'000 Menschen getötet.

sda/AFP/kpn

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch