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Hier wird den Libyern das Ghadhafi-Geld zurückgebracht

Europa gibt Teile der eingefrorenen libyschen Gelder frei: Ein Flugzeug der britischen Luftwaffe hat eine erste Tranche der blockierten Gelder von Muammar al-Ghadhafi nach Libyen gebracht.

Wertvolle Fracht: Ein Gabelstapler entlädt eine erste Palette mit libyschem Geld. (1. September 2011)
Wertvolle Fracht: Ein Gabelstapler entlädt eine erste Palette mit libyschem Geld. (1. September 2011)
Keystone
Spezielle Mission: Die Crew-Mitglieder der Royal-Airforce-Maschine warten in Benghazi auf das Entladen der wertvollen Fracht. (1. September 2011)
Spezielle Mission: Die Crew-Mitglieder der Royal-Airforce-Maschine warten in Benghazi auf das Entladen der wertvollen Fracht. (1. September 2011)
Keystone
Gut Bewacht: Ein libyscher Polizist bewacht Kisten mit Geld. (1. September 2011)
Gut Bewacht: Ein libyscher Polizist bewacht Kisten mit Geld. (1. September 2011)
Keystone
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An Bord der Maschine befanden sich 280 Millionen in Grossbritannien gedruckte libysche Dinar (etwa 146 Millionen Euro). Mit dem Geld sollten Angestellte des Öffentlichen Dienstes bezahlt werden. Die Banknoten waren noch von Ghadhafi bei einer britischen Druckerei bestellt worden, doch die britische Regierung hatte im März ihre Auslieferung blockiert.

Die Vereinten Nationen hatten London erlaubt, eingefrorene libysche Finanzmittel in Höhe von insgesamt 1,1 Milliarden Euro für humanitäre Zwecke freizugeben. Die Mittel waren im Zuge der UN-Sanktionen gegen die Führungsriege Ghadhafis wegen seines Vorgehens gegen die Zivilbevölkerung eingefroren worden.

EU hebt Sanktionen teilweise auf

Die EU hat die gegen das nordafrikanische Land verhängten Sanktionen teilweise aufgehoben. Wie die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton in Brüssel mitteilt, wurden die eingefrorenen Vermögen von 28 Unternehmen wie Banken, Häfen und Ölfirmen wieder freigegeben. Russland erkannte den Nationalen Übergangsrat der Rebellen als Vertreter Libyens an. Ziel sei es, dem Nationalen Übergangsrat der Rebellen und dem libyschen Volk Mittel für den Wiederaufbau der Wirtschaft des Landes zukommen zu lassen, sagte Ashton.

«Die EU hat in Anbetracht der Entwicklungen vor Ort sehr schnell reagiert.» Die teilweise Aufhebung der Sanktionen sei ein «klares Zeichen», dass die EU die Libyer in der Übergangsphase nach dem Sturz von Machthaber Muammar Ghadhafi unterstützen wolle. Sie kündigte zudem eine mögliche Hilfe der EU bei der Ausbildung libyscher Polizisten an.

AFP/bru

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