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Gbagbo droht der gewaltsame Sturz

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) hat dem selbsternannten Präsidenten Laurent Gbagbo der Elfenbeinküste mit einer Intervention gedroht.

Keine Lösung: Der ivorische Machthaber zusammen mit Kenias Premierminister und Vermittler Raila Odinga.
Keine Lösung: Der ivorische Machthaber zusammen mit Kenias Premierminister und Vermittler Raila Odinga.
Keystone
Die Spannungen nehmen zu: Ein ausgebrannter Lastwagen in Abidjan am 13. Januar 2011.
Die Spannungen nehmen zu: Ein ausgebrannter Lastwagen in Abidjan am 13. Januar 2011.
Keystone
Soldaten bezeugen Gbagbos neuem Verteidigungsminister Alain Dogou am 9. Dezember in Abidjan die Ehre.
Soldaten bezeugen Gbagbos neuem Verteidigungsminister Alain Dogou am 9. Dezember in Abidjan die Ehre.
Reuters
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Sollte Laurent Gbagbo die Macht nicht an den gewählten Staatschef Alassane Ouattara abgeben, werde die ECOWAS «alle geeigneten Massnahmen, darunter den Einsatz legitimer Gewalt» ergreifen, teilte der Staatenbund nach einem Krisengipfel am Freitag im nigerianischen Abuja mit. Die Generalstabschefs der Mitgliedsländer würden sich treffen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Zunächst werde aber eine ECOWAS-Delegation nach Abidjan entsandt, um Gbagbo ultimativ zu einem friedlichen Rückzug zu bewegen.

Der Gipfel beklagte zudem die «unannehmbar hohe Zahl» der Toten seit dem 7. Dezember. Allen Verantwortlichen drohten «internationale Prozesse wegen Menschenrechtsverletzungen». Am 7. Dezember hatte sich die ECOWAS bereits einmal zu einem Krisengipfel wegen der Lage in der Elfenbeinküste getroffen und das Land aus dem Staatenbund ausgeschlossen sowie Gbagbo zum Rückzug aufgefordert.

Gewaltsame Auseinandersetzungen

Nach der Präsidentschaftswahl Ende November hatte die Wahlkommission den Oppositionskandidaten Ouattara zum Sieger erklärt. Der Verfassungsrat erklärte das Ergebnis der Kommission aber für nichtig und kürte Amtsinhaber Gbagbo zum Sieger. Sowohl Gbagbo als auch Ouattara liessen sich als Staatschef vereidigen. Seither liefern sich Anhänger beider Lager gewaltsame Auseinandersetzungen. Nach von den Vereinten Nationen vorgelegten Berichten sollen dabei allein zwischen dem 16. und 21. Dezember 173 Menschen getötet worden sein.

Ouattara rief am Freitag die Armee auf, Gbagbo nicht weiter zu unterstützen. Das Blutvergiessen müsse beendet werden, erklärte der international anerkannte Präsident in dem Hotel in Abidjan, wo er unter dem Schutz von UN-Truppen residiert.

AFP/jak

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