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Friedenspolitiker mit Makel

Israels ehemaliger Präsident Shimon Peres ist gestorben. Ob er als Architekt des Oslo-Abkommens tatsächlich der grosse Friedenspolitiker war, als der er galt, ist zweifelhaft. Ein Nachruf.

Harter Schlag für Israel: Shimon Peres ist gestorben. (13. Mai 2014)
Harter Schlag für Israel: Shimon Peres ist gestorben. (13. Mai 2014)
Hakon Mosvold Larsen, Keystone
Shimon Peres erlitt vor zwei Wochen einen Schlaganfall. (15. Juli 2014)
Shimon Peres erlitt vor zwei Wochen einen Schlaganfall. (15. Juli 2014)
Dan Balilty, Keystone
Tag der Frauen in Tel Aviv: Shimon Peres und Naomi Campbell. (8. März 2016)
Tag der Frauen in Tel Aviv: Shimon Peres und Naomi Campbell. (8. März 2016)
Ariel Schalit, Keystone
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Er war international eine der geachtetsten Figuren Israels. Im Alter von 93 Jahren ist der frühere Staatspräsident Shimon Peres gestorben. Aus Polen als Kind nach Palästina eingewandert, wurde aus Peres der am längsten dienende Politiker Israels.

In Staatsgründer David Ben Gurion hatte er seinen Förderer gefunden, und als Mitglied der jahrzehntelang dominierenden Arbeitspartei bekam er schon jung wichtige Posten in der Ministerialbürokratie. Peres hat in den Anfangsjahren des Staates wesentliches für die Waffenbeschaffung geleistet – bis 1967 war hier Frankreich der wichtigste Partner Israels. Ebenso ist Peres‘ Name mit Israels Atompolitik und der Errichtung des Kernreaktors in Dimona verbunden, was ebenfalls Frankreich zu verdanken war. Peres führte die entscheidenden Verhandlungen.

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