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Flucht ins Niemandsland

In ihrer Heimat gelten sie als Perverse, in Israel als Sicherheitsrisiko. Schwule Palästinenser sind gefangen in einer Realität ohne Ausweg.

Die Flucht nach Israel als vermeintlich sicherer Hafen gilt vielen als die letzte Hoffnung: Ein schwules Paar im Film «The Invisible Man». Foto: Mozer Film
Die Flucht nach Israel als vermeintlich sicherer Hafen gilt vielen als die letzte Hoffnung: Ein schwules Paar im Film «The Invisible Man». Foto: Mozer Film

Auch in der Anonymität des Chatroom wagt sich der 25-Jährige aus Ramallah nur zögerlich aus der Deckung. Er schreibt: «Es brauchte seine Zeit, bis ich mir selbst zugestehen konnte, dass ich Männer liebe. Ich habe Angst. Dabei möchte ich das Leben geniessen, ausgehen, lachen. Dazu ist das Leben doch da. Ich toleriere alle Menschen.» Ein anderer, nennen wir ihn Saleh, hat das Westjordanland verlassen. Er meldet sich aus der jordanischen Hauptstadt Amman. Von hier aus wird er in die USA ausreisen und dort ein neues Leben aufbauen. Zu Beginn unserer Unterhaltung erklärte er sich bereit, für diesen Artikel seine Lebensgeschichte zu erzählen. Am Ende entschied er sich dann doch dagegen. «Ich stehe momentan unter zu grossem Druck.»

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