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«Es ist Zeit für eine Intervention in Syrien»

In arabischen Medien wird nach dem Einmarsch der Rebellen in Tripolis heftig über Ghadhafi, die Zukunft Libyens, al-Jazeera und vor allem auch über Syrien diskutiert. Eine Medienschau.

Während sich das Regime von Libyens Führer Muammar al-Ghadhafi dem Ende zuneigt, beschäftigen sich auch die arabischen Medien zumeist bereits mit der Zeit danach. Dabei geht es hauptsächlich um die Frage der Zukunft Libyens, aber auch um den Einfluss der Neuordnung in Libyen auf den Rest der arabischen Welt und den arabischen Frühling.

Wichtig scheint vielen zum einen, dass in Libyen nun ein Dialog der Versöhnung geführt wird – ähnlich wie dies einst in Südafrika nach dem Ende des Apartheid-Regimes geschehen ist. Ansonsten könnte «die Revolution beginnen, ihre eigenen Kinder zu fressen». Im Mittelpunkt stehen dabei auch die Anhänger von Muammar al-Ghadhafi, die nun von den Rebellen ins neue Libyen aufgenommen werden müssen. Daneben ist es vielen Kommentatoren ein Anliegen, dass die Nato nun schnell ihre Operationen in Libyen einstellen und so die Integrität des Staates wiederherstellen wird – und zwar eines freien und demokratischen Libyens.

Libyen mit Signalwirkung

Des Weiteren stellt sich für Kommentatoren die Frage, wie die internationale Gemeinschaft die anderen revolutionären Bewegungen im Nahen Osten und Nordafrika bewertet. Nicht wenige fordern einen Einsatz gegen das Regime in Syrien oder auch gegen dasjenige im Jemen – falls die dortigen Führer nicht zur Räson kommen und ihre Macht abgeben. Auf jeden Fall scheint vielen klar zu sein, dass dieser Sieg eines zivilen Aufstands Ausstrahlung auf die anderen Länder haben wird.

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