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«Es ist ein Racheurteil gegen den Ghadhafi-Clan»

Was verändert das Todesurteil gegen Saif al-Islam in Libyen? Warum wurde er nicht nach Den Haag ausgeliefert? Antworten gibt Nahost-Experte Michael Lüders.

Soll durch ein Erschiessungskommando hingerichtet werden: Saif al-Islam, hier bei einer Gerichtsanhörung im Jahr 2014.
Soll durch ein Erschiessungskommando hingerichtet werden: Saif al-Islam, hier bei einer Gerichtsanhörung im Jahr 2014.
Stringer, Reuters
Muammar al-Ghadhafis Sohn ist wegen Mordes und Korruption schuldig gesprochen worden: Saif al-Islam sitzt bei einer Anhörung in Zintan in einem Käfig. (25. Mai 2014)
Muammar al-Ghadhafis Sohn ist wegen Mordes und Korruption schuldig gesprochen worden: Saif al-Islam sitzt bei einer Anhörung in Zintan in einem Käfig. (25. Mai 2014)
Srtinger, Reuters
Galt als möglicher Nachfolger seines Vaters: Saif al-Islam während eines Interviews in Tripolis. (10. März 2011)
Galt als möglicher Nachfolger seines Vaters: Saif al-Islam während eines Interviews in Tripolis. (10. März 2011)
Chris Helgren, Reuters
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Herr Lüders, der Fall um Saif al-Islam Ghadhafi wurde von einem international nicht anerkannten Gericht verhandelt. Wer hat ihn eigentlich verurteilt?

Libyen ist zerfallen in verschiedene Einflussbereiche unterschiedlicher Milizen. Er wurde von Gegnern des Ghadhafi-Clans verurteilt. Sie haben ihn erwartungsgemäss zum Tod verurteilt. Es handelt sich ungeachtet der Verbrechen, derer er sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schuldig gemacht hat, um ein Racheurteil und nicht um dasjenige einer unabhängigen Justizbehörde.

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