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«Es gibt mehr gut gebildete Frauen als Männer»

Iranische Familien setzten alles daran, auch Töchter auf die Universitäten zu schicken, erklärt Menschenrechtsanwältin Leila Alikarami.

Iranerin am Steuer: Auto fahren dürfen die Frauen im Iran, unter der Scharia sind sie aber immer unter Kontrolle der Männer. Foto: Carolyn Cole (Polaris, Laif)

Iranerin am Steuer: Auto fahren dürfen die Frauen im Iran, unter der Scharia sind sie aber immer unter Kontrolle der Männer. Foto: Carolyn Cole (Polaris, Laif)

Entgegen allen Versprechen, Frauen in seine Regierung zu holen, hat der iranische Präsident Hassan Rohani nun keine einzige Frau nominiert. Wie enttäuscht sind Sie?
Ich bin sehr enttäuscht. Es gab zwar von Anfang an Zweifel daran, dass Rohani etwas an der politischen Partizipation der Frauen liegt. Mit seinem Entscheid, die Ministerposten nur mit Männern zu besetzen, hat er klargemacht, dass er die Versprechen für politische Chancengleichheit im Wahlkampf nur benützte, um mehr Stimmen und Glaubwürdigkeit zu erhalten. Dabei hätten wir so viele talentierte Frauen, die für einen Posten im Ministerium qualifiziert wären.

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