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«Es erwartet sie Isolationshaft und Folter»

Heute haben die Reporter ohne Grenzen die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit veröffentlicht. Der Exil-Iraner Omid Habibinia erzählt über verhaftete Journalisten und wie die Regierung sie zum Schweigen bringt.

Herr Habibinia, vor einigen Tagen berichteten Nachrichtenagenturen über die Verhaftung von 14 iranischen Journalisten – wegen angeblicher Verbindungen zu Auslandsendern. Weitere Details sind nicht bekannt. Wissen Sie mehr über die Umstände?

Ja, da die meisten der Verhafteten Freunde und Bekannte von mir sind. Inzwischen ist die Zahl der Verhafteten auf 16 gestiegen. Gestern Nacht wurden Ali Dehgan und Rihaneh Tabatabei festgenommen. Es handelt sich bei allem um ganz gewöhnliche, rechtschaffene Journalisten, die trotz der schlechten Bedingungen versuchen, ihre Arbeit so gut es geht zu tun. Die Betroffenen wussten, dass sie rund um die Uhr von der Regierung kontrolliert wurden und haben aus diesem Grund nicht einmal mehr persönliche Kontakte über Facebook gepflegt. Trotzdem wurden sie nun aus «Sicherheitsgründen» verhaftet – diese Festnahmen stehen in keinem Zusammenhang mit ihren Aktivitäten.

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