Zum Hauptinhalt springen

Elfenbeinküste streicht alle Flüge in Ebola-Staaten

Die staatliche Air Côte d'Ivoire führt ab sofort keine Flüge mehr in westafrikanische Länder durch, die von Ebola betroffen sind. In Bukarest wurde ein möglicher Erkrankter unter Quarantäne gestellt.

121 Ebola-Opfer an einem Tag: Das Hastings Ebola Notfallzentrum ausserhalb von Freetown, Sierra Leone. (6. Oktober 2014)
121 Ebola-Opfer an einem Tag: Das Hastings Ebola Notfallzentrum ausserhalb von Freetown, Sierra Leone. (6. Oktober 2014)
Keystone
Werden von Patienten überrannt: Ein US-Soldat grenzt mit Stacheldraht das Grundstück einer neuen Krankenstation ab.
Werden von Patienten überrannt: Ein US-Soldat grenzt mit Stacheldraht das Grundstück einer neuen Krankenstation ab.
Pascal Guyot, AFP
Gesundheitstest am Flughafen von Conakry, Guinea. (22. Juli 2014)
Gesundheitstest am Flughafen von Conakry, Guinea. (22. Juli 2014)
AFP
1 / 32

Aus Sorge vor der Ausbreitung der Ebola-Epidemie hat nun auch die Regierung der Elfenbeinküste alle Flüge ihrer staatlichen Fluggesellschaft Air Côte d'Ivoire von und in die betroffenen Staaten gestrichen. Allen anderen Airlines ist es untersagt, Passagiere aus diesen Staaten in die Elfenbeinküste zu fliegen.

Zudem würden die Kontrollen am Flughafen der Wirtschaftsmetropole Abidjan verstärkt, erklärte die Regierung.

Deutscher wegen Ebola-Verdachts untersucht

In Ruanda wird derweil ein Medizinstudent aus Deutschland wegen Ebola-Verdachts in einem Spital untersucht. Der Patient liege auf einer Isolierstation, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Es seien Proben entnommen und an ein Labor geschickt worden. Ein Testergebnis soll binnen 48 Stunden vorliegen. Der Deutsche klagte nach Angaben des Ministeriums nach einem Aufenthalt in Liberia über Fieber, zudem hatte er Malaria. Er hatte sich einige Tage in dem westafrikanischen Land aufgehalten, das in der vergangenen Woche wegen der Seuche den nationalen Notstand ausgerufen hatte.

Rumäne unter Quarantäne

In Rumänien ist ein aus Nigeria zurückgekehrter Mann wegen des Verdachts auf eine Ebola-Erkrankung unter Quarantäne gestellt worden. Der 51-Jährige begab sich zunächst in der südrumänischen Stadt Ploiesti in eine Klinik, nachdem bei ihm Symptome des Ebola-Fiebers aufgetreten waren.

Der Patient sei daraufhin sofort in eine auf Infektionskrankheiten spezialisierte Klinik in der Hauptstadt Bukarest verlegt worden, erklärte Spitaldirektor Alexandru Baloi. Die bei dem Mann aufgetretenen Symptome könnten den Angaben zufolge allerdings auch auf andere Krankheiten hindeuten, darunter Malaria oder Typhus. Der 51-jährige Rumäne war am 25. Juli aus Nigeria in seine Heimat zurückgekehrt.

Verdacht in Kanada nicht bestätigt

Der Verdacht auf eine Ebola-Erkrankung bei einem aus Nigeria zurückgekehrten Kanadier hat sich nicht bestätigt. Der Mann sei negativ auf die Krankheit getestet worden, erklärte der Gesundheitsminister der kanadischen Provinz Ontario, Eric Hoskins. Zugleich lobte er die schnelle Isolierung des Patienten. Das System habe nach Vorschrift funktioniert.

Der Mann hatte sich zuvor mit Fieber und anderen Symptomen in eine Notaufnahme eines Krankenhauses in einem Vorort von Toronto begeben. Aus Vorsorge waren die höchsten Überwachungsmassnahmen getroffen worden, der Patient wurde unter Quarantäne gestellt.

Fast tausend Tote

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die Ebola-Epidemie in Westafrika am Freitag zum internationalen Gesundheitsnotfall erklärt. Nach ihren Angaben starben bisher nahezu tausend Menschen an dem durch Körperflüssigkeiten übertragenen Erreger, fast 1800 Menschen infizierten sich. Am schwersten betroffen sind Guinea, Liberia und Sierra Leone.

Doch auch in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, steigt die Zahl der Infizierten. Am Montag bestätigte Gesundheitsminister Onyebuchi Chukwu, dass sich eine Krankenschwester in Lagos angesteckt habe. Damit stieg die Zahl der Infizierten auf zehn, zwei von ihnen starben.

SDA/kpn

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch