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«Einen Krieg will hier niemand»

Was ist vom Grenzvorfall zwischen Syrien und der Türkei zu halten? Der türkische Politik-Professor Metin Heper versucht, die Lage einzuschätzen.

Eiszeit zwischen Ankara und Moskau: Türkische Kampfjets zwingen eine aus Moskau kommende syrische Passagiermaschine zur Landung (Bild), weil sie nach Angaben der Regierung militärische Ausrüstung für das Verteidigungsministerium in Damaskus an Bord hatte. Syrien streitet dies ab, Russland verurteilt das Manöver aufs Schärfste. (11. Oktober 2012)
Eiszeit zwischen Ankara und Moskau: Türkische Kampfjets zwingen eine aus Moskau kommende syrische Passagiermaschine zur Landung (Bild), weil sie nach Angaben der Regierung militärische Ausrüstung für das Verteidigungsministerium in Damaskus an Bord hatte. Syrien streitet dies ab, Russland verurteilt das Manöver aufs Schärfste. (11. Oktober 2012)
AFP
Ein Offizier setzt den türkischen Generalstabschef Necdet Özel ins Bild. (9. Oktober 2012)
Ein Offizier setzt den türkischen Generalstabschef Necdet Özel ins Bild. (9. Oktober 2012)
Handout der türkischen Armee, Keystone
In Ankara sagte der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan (Mitte) vor dem Parlament: «Wir werden gegen jede Bedrohung des türkischen Territoriums und des türkischen Volkes Widerstand leisten.»
In Ankara sagte der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan (Mitte) vor dem Parlament: «Wir werden gegen jede Bedrohung des türkischen Territoriums und des türkischen Volkes Widerstand leisten.»
Keystone
In Brüssel tagten die Verteidigungsminister der Nato und stellten sich hinter die Türkei. (9. Oktober 2012)
In Brüssel tagten die Verteidigungsminister der Nato und stellten sich hinter die Türkei. (9. Oktober 2012)
Keystone
Am Nato-Treffen spricht US-Verteidigungsminister Leon Panetta (l.) mit seinem türkischen Amtskollegen Ismet Yilmaz. (9. Oktober 2012)
Am Nato-Treffen spricht US-Verteidigungsminister Leon Panetta (l.) mit seinem türkischen Amtskollegen Ismet Yilmaz. (9. Oktober 2012)
AFP
Aufmarsch an der Grenze: Ein gepanzertes Fahrzeug der türkischen Armee in einer Stellung bei Akcakale. (7. Oktober 2012)
Aufmarsch an der Grenze: Ein gepanzertes Fahrzeug der türkischen Armee in einer Stellung bei Akcakale. (7. Oktober 2012)
AFP
Scharmützel zwischen Syrien und der Türkei: Ein türkischer Panzer nahe der Grenze. (5. Oktober 2012)
Scharmützel zwischen Syrien und der Türkei: Ein türkischer Panzer nahe der Grenze. (5. Oktober 2012)
Keystone
Scharmützel auf ländlichem Gebiet: Türkische Soldaten in Akcakale. (5. Oktober 2012)
Scharmützel auf ländlichem Gebiet: Türkische Soldaten in Akcakale. (5. Oktober 2012)
AFP
Bewacht die Grenze: Ein türkischer Panzersoldat bei Akcakale. (5. Oktober 2012)
Bewacht die Grenze: Ein türkischer Panzersoldat bei Akcakale. (5. Oktober 2012)
Keystone
«Wir wollen keinen Krieg»: Proteste in Istanbul. (4. Oktober 2012)
«Wir wollen keinen Krieg»: Proteste in Istanbul. (4. Oktober 2012)
AFP
Der Konflikt könnte eskalieren: Türkische Panzer positionieren sich entlang der Grenze zu Syrien. (4. Oktober 2012)
Der Konflikt könnte eskalieren: Türkische Panzer positionieren sich entlang der Grenze zu Syrien. (4. Oktober 2012)
Reuters
Reaktion auf die Detonation syrischer Granaten in der Türkei: Die türkische Armee hat in der Nähe des Grenzübergangs von Akcakale Stellung bezogen. (4. Oktober 2012)
Reaktion auf die Detonation syrischer Granaten in der Türkei: Die türkische Armee hat in der Nähe des Grenzübergangs von Akcakale Stellung bezogen. (4. Oktober 2012)
Reuters
Vollmacht für die Regierung: Türkische Parlamentarier stimmen über eine Syrien-Intevention ab. (4. Oktober 2012)
Vollmacht für die Regierung: Türkische Parlamentarier stimmen über eine Syrien-Intevention ab. (4. Oktober 2012)
Keystone
Die türkischen Streitkräfte haben den syrischen Granatenbeschuss erwidert: Rauch in der türkischen Grenzstadt Akcakale. (3. Oktober 2012)
Die türkischen Streitkräfte haben den syrischen Granatenbeschuss erwidert: Rauch in der türkischen Grenzstadt Akcakale. (3. Oktober 2012)
AFP
In Akcakale wurden fünf Menschen getötet: Polizisten in der türkisch-syrischen Grenzstadt. (3. Oktober 2012)
In Akcakale wurden fünf Menschen getötet: Polizisten in der türkisch-syrischen Grenzstadt. (3. Oktober 2012)
AFP
Nach Artilleriebeschuss aus Syrien: Im Grenzort Akcakale rennen Menschen auf der Suche nach Deckung davon. (3. Oktober 2012)
Nach Artilleriebeschuss aus Syrien: Im Grenzort Akcakale rennen Menschen auf der Suche nach Deckung davon. (3. Oktober 2012)
Keystone
Neun Menschen werden verletzt, fünf sterben: Polizisten versuchen einem verwundeten Kollegen zu helfen. (3. Oktober 2012)
Neun Menschen werden verletzt, fünf sterben: Polizisten versuchen einem verwundeten Kollegen zu helfen. (3. Oktober 2012)
AFP
Bestätigte die Vergeltungsanschläge: Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan. (September 2012)
Bestätigte die Vergeltungsanschläge: Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan. (September 2012)
Keystone
Bereits im September verlegte die Türkei weitere Truppen an die Grenze zu Syrien, nachdem zwei türkische Bürger beim Beschuss einer Grenzstadt verletzt wurden: Ein türkischer Militärkonvoi unterwegs zur Grenze. (22. September 2012)
Bereits im September verlegte die Türkei weitere Truppen an die Grenze zu Syrien, nachdem zwei türkische Bürger beim Beschuss einer Grenzstadt verletzt wurden: Ein türkischer Militärkonvoi unterwegs zur Grenze. (22. September 2012)
Keystone
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Das türkische Parlament hat heute grünes Licht für Militäroperationen gegen Syrien gegeben, gleichzeitig sagt die Türkei, sie werde Syrien nicht den Krieg erklären. Wie muss man die aktuellen Entwicklungen werten?

Seit dem Abschuss eines unserer Aufklärungsflugzeuge im Juni, haben Politiker darauf hin gearbeitet, dass die gesetzliche Handhabe bei einem nächsten Zwischenfall vorhanden ist, um ohne grosse parlamentarische Beratungen zurückschlagen zu können. Das Parlament hat heute in dem Sinne entschieden. Die Regierung kann künftig sofort eingreifen, wenn Syrien feindliche Handlungen gegen die Türkei unternimmt. Es geht um Verteidigung. Einen Krieg will hier niemand, deshalb auch die Beteuerung, dass die Türkei Syrien den Krieg nicht erklären will.

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