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Eine Strategie ist nicht zu erkennen

Die Angriffe der Koalition um Saudiarabien haben im Jemen Hunderte Tote gefordert, die Infrastruktur des ärmsten Landes Arabiens liegt teilweise in Trümmern. Ihre Ziele haben die Saudis bislang nicht erreicht.

Einsatz saudiarabischer Minenwerfer an der Grenze zum Jemen. Foto: AP Photo
Einsatz saudiarabischer Minenwerfer an der Grenze zum Jemen. Foto: AP Photo

Vier Wochen lang hat die von Saudiarabien geführte Koalition Ziele im Jemen bombardiert und das Land mit einer Luft- und Seeblockade belegt. Jetzt hat sie offiziell den Stopp der Angriffe verkündet. Trotzdem wurden gestern nochmals Kampfjets gegen die Huthi-Rebellen eingesetzt. Die Bilanz der Operation «Sturm der Entschlossenheit» ist verheerend: Rund tausend Menschen haben laut der Weltgesundheitsorganisation ihr Leben verloren, tatsächlich dürfte die Opferzahl weit höher liegen. Die ohnehin mangelhafte Infrastruktur im ärmsten Land Arabiens liegt zu erheblichen Teilen in Trümmern, auch wenn die Kampfjets überwiegend militärische Ziele attackiert haben. Der Schaden ist nicht damit behoben, wenn jetzt eines der reichsten Länder der Region aus seiner Portokasse jene 274 Millionen Dollar bezahlt, die laut den Vereinten Nationen allein in den nächsten drei Monaten für humanitäre Hilfe nötig sind.

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