Zum Hauptinhalt springen

Eine genau abgestimmte Serie tödlicher Anschläge

Auf der Halbinsel Sinai haben radikale Islamisten ägyptische Sicherheitskräfte angegriffen und Dutzende Menschen getötet.

Die Angreifer kamen im Schutz der Dunkelheit. Es galt schon die Ausgangssperre. Plötzlich hallte der Lärm von Explosionen durch die Nacht, Mörsergranaten und mehrere Autobomben detonierten. Terroristen attackierten am Donnerstagabend simultan mehr als ein Dutzend Einrichtungen der Sicherheitskräfte des ägyptischen Gouvernements Nordsinai. Per Twitter bekannte sich die Gruppe Ansar Beit al-Maqdis zu den Attacken, die sich inzwischen als «Provinz Sinai» der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnet und im Oktober deren Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi die Treue geschworen hatte.

Am Freitagmorgen waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Kairo mindestens 30 Menschen tot. Dutzende wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Unter den Opfern sollen zahlreiche Zivilisten sein, laut der staatlichen Zeitung «al-Ahram» kamen auch sechs Frauen und ein 13-jähriger Junge ums Leben. Präsident Abdel Fattah al-Sisi brach seine Reise zum Gipfeltreffen der Afrikanischen Union ab, um in Kairo eine Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates zu leiten. Das Militär durchkämmte die Hauptstadt Arish und angrenzende Orte auf der Suche nach den Angreifern; Drohnen und Kampfhubschrauber waren in der Luft.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.