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Ein tödlicher Cocktail aus religiösem Wahn und Korruption

Die islamistische Gruppierung Boko Haram terrorisiert den Nordosten von Nigeria, entführt und tötet Menschen. Der Journalist Mike Smith zeigt auf, wie es so weit kommen konnte.

Zerstörungen in der Stadt Baga nach Kämpfen zwischen der Armee und Boko Haram. Foto: AFP Photo
Zerstörungen in der Stadt Baga nach Kämpfen zwischen der Armee und Boko Haram. Foto: AFP Photo

Am 14. April 2014 erscheinen kurz vor Mitternacht in Chibok, einer mitten in der Savanne im Nordosten Nigerias liegenden Stadt, bewaffnete Männer auf Trucks und Motorrädern und eröffnen das Feuer auf die Sicherheitskräfte, die vor einem Internat Wache schieben. Sie stürmen die Schule und entführen 276 Mädchen. Die weltweite Empörung über die beispiellose Aktion der Terrorgruppe Boko Haram hat sich in der Zwischenzeit etwas gelegt, obwohl über 200 Schülerinnen nach wie vor als verschollen gelten (rund 50 gelang die Flucht). «Ich werde sie verkaufen. Und bei Gott, ihr werdet sie nicht zurückbekommen, bis ihr unsere Brüder, die ihr gefangen genommen habt, freilasst», drohte Boko-Haram-Chef Abubakar Shekau am 12. Mai 2014 in einem Video an die Adresse der nigerianischen Regierung.

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