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Ein Krieg, den Tunesien nicht gewinnen kann

Wenn Tunesien auf Repression setzt, haben die Terroristen ihr Ziel erreicht: Das Land wird in einen Krieg gezogen, die prominentesten Opfer dürften die Demokratie und die offene Gesellschaft sein.

Die tunesische Regierung kämpft schon seit längerem gegen jihadistische Bewegungen im Land. Im Bild ein Sicherheitsmann in Kairouan. Foto: Amine Landoulsi (Keystone)
Die tunesische Regierung kämpft schon seit längerem gegen jihadistische Bewegungen im Land. Im Bild ein Sicherheitsmann in Kairouan. Foto: Amine Landoulsi (Keystone)

Wieder stehen die Tunesier zusammen, wieder gehen sie auf die Strasse. Wieder verteidigen sie ihre Demokratie, ihre offene Gesellschaft. Mit spontanen Demonstrationen antworteten sie auf den Anschlag im Herzen der Hauptstadt. So hatte das Land schon reagiert, als Islamisten im Februar 2013 den linken Oppositionellen Chokri Belaïd ermordet hatten. Hunderttausende zeigten dem Terror die Stirn – und der damaligen Regierung, deren Umgang mit den Militanten sie als zu lax betrachteten. Nicht anders war es im Juli desselben Jahres nach dem Mord an Mohammed Brahmi, einem weiteren linken Politiker.

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