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Dutzende Leichen angeschwemmt

Vor der tunesischen und der libyschen Küste sind mehr als 50 Tote entdeckt worden. Vermutlich sind es Opfer einer Flüchtlingstragödie.

Libyen ist eine Drehscheibe des Menschenschmuggels in Richtung Europa: Immer wieder kommt es dabei zu Unglücken. (4. Juni 2011)
Libyen ist eine Drehscheibe des Menschenschmuggels in Richtung Europa: Immer wieder kommt es dabei zu Unglücken. (4. Juni 2011)
Keystone

Tunesische Rettungskräfte haben dutzende Leichen aus dem Mittelmeer geborgen, bei denen es sich offenbar um die Opfer einer Flüchtlingstragödie handelt. Bis Samstag seien mindestens 41 Leichen entdeckt worden, sagte der Bürgermeister der Stadt Ben Guerdane, Mustapha Abdelkebir.

Es werde damit gerechnet, dass die Opferzahl weiter steige. Anfang der Woche war ein Flüchtlingsboot in der Region nach dem Start aus der libyschen Hafenstadt Zwara gekentert.

Vor Libyen entdeckte die Küstenwache am Sonntag 15 Leichen im Meer. Sie seien bei einer «Routinepatrouille» östlich der Hauptstadt Tripolis in der Nähe eines kaputten Schlauchboots gefunden worden, sagte ein Vertreter der Küstenwache. Unter den Toten waren demnach auch zwei Kinder und zwei Frauen. Die Küstenwache geht davon aus, dass weitere Leichen bereits untergegangen sind.

Zahl der Flüchtlinge steigt

Im südlichen Mittelmeer ertrinken immer wieder Flüchtlinge, die mit wenig seetüchtigen Booten die gefährliche Überfahrt nach Europa wagen. Erst vergangene Woche wurden die Leichen von 170 Flüchtlingen aus einem verunglückten Schiff geborgen.

Angesichts der instabilen politischen Lage im Land ist Libyen zu einer Drehscheibe des illegalen Menschenschmuggels Richtung Europa geworden. Experten befürchten, dass die Zahl der Flüchtlinge angesichts der Krise in Libyen weiter steigt.

(SDA)

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