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Drei weitere Verdächtige nach Attentat von Marrakesch verhaftet

Nach dem Bombenanschlag auf ein Café in Marrakesch sind in Marokko drei weitere Tatverdächtige festgenommen worden. Insgesamt sind sechs Personen in Untersuchungshaft. Auch die Bundesanwaltschaft ermittelt.

Al-Qaida will nicht für den Anschlag verantwortlich sein: Trauerkränze zieren die Gitter rund ums Café Argana, während Polizeibeamte nach Spuren suchen. (29. April 2010)
Al-Qaida will nicht für den Anschlag verantwortlich sein: Trauerkränze zieren die Gitter rund ums Café Argana, während Polizeibeamte nach Spuren suchen. (29. April 2010)
Reuters
Langer Trauerzug: Der 23-jährige Portugiese, der mit seiner Familie im Tessin lebt, wird am Donnerstag, den 5. Mai, in Cadenazzo beerdigt. Er starb beim Attentat auf das Café Argana.
Langer Trauerzug: Der 23-jährige Portugiese, der mit seiner Familie im Tessin lebt, wird am Donnerstag, den 5. Mai, in Cadenazzo beerdigt. Er starb beim Attentat auf das Café Argana.
Keystone
Grosse Bestürzung: Menschen versammeln sich nach der Explosion auf dem Platz.
Grosse Bestürzung: Menschen versammeln sich nach der Explosion auf dem Platz.
AFP
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Die Verdächtigen seien in der Küstenstadt Safi festgenommen worden, aus der auch der Hauptverdächtige stamme, berichtete der Fernsehsender 2M. Der Hauptverdächtigte, der zusammen mit zwei weiteren Marokkanern letzte Woche verhaftet worden war, sei ein Sympathisant von al-Qaida, teilten die Behörden mit.

Er habe aber keine direkten Kontakte zu der Terrororganisation unterhalten. Das teilte ein Sprecher des marokkanischen Innenministeriums mit.

Schweizer Bundesanwaltschaft untersucht

Beim Anschlag auf ein bei Touristen beliebtes Lokal waren 17 Menschen getötet worden. Drei der Todesopfer waren aus der Schweiz. Die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) hat im Zusammenhang mit dem Anschlag ein Verfahren gegen Unbekannt eröffnet.

Die Bundesanwaltschaft steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden in Marokko. Weitere Einzelheiten gab die BA nicht bekannt.

Drohung in einer Videobotschaft

Erst wenige Tage vor dem Anschlag hatten mutmassliche marokkanische Mitglieder der Terrororganisation al-Qaida im islamischen Maghreb (AQMI) in einer Videobotschaft im Internet mit Anschlägen im nordafrikanischen Land gedroht. Als Begründung nannten sie die jahrelange Unterdrückung von Islamisten in Marokko.

Vor einigen Tagen distanzierte sich al-Qaida allerdings wieder vom Anschlag in Marrakesch, wie die mauretanische Nachrichtenagentur Nouakchott meldete, die sich ihrerseits auf eine Stellungnahme der Terrororganisation berief.

(SDA)

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