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«Die Taliban-Anführer sitzen in luxuriösen Behausungen»

Der amerikanische Kommandant David Petraeus fühlt sich in Afghanistan wie auf der Achterbahn. Kaum denke er, alles laufe gut, komme ein Selbstmordattentäter, sagt er im Interview.

Stösst in Afghanistan fortwährend auf Problem: David Petraeus.
Stösst in Afghanistan fortwährend auf Problem: David Petraeus.
Keystone

Der Oberbefehlshaber der westlichen Einheiten am Hindukusch, der amerikanische 4-Sterne-General David Petraeus, kommt spät. Der Rückflug aus der Provinz Herat nach Kabul hat sich wegen Schneefalls verzögert. Schnee ist gut, weil es zu wenig Niederschlag gibt in Afghanistan und weil er die Kämpfe verlangsamt. Petraeus führt das Kommando mithilfe von sieben Telefonen und drei Computermonitoren auf seinem Schreibtisch. In den Konferenzräumen hängen gewaltige Bildschirme – der Krieg wird per Videokonferenz geführt. Im Gespräch mit dem «Tages-Anzeiger» zieht General Petraeus eine Bilanz des Schlüsseljahrs 2010, gibt einen vorsichtig optimistischen Ausblick und macht klar, dass ein Abzug von der Lage am Einsatzort abhängt – nicht von einem politischen Zeitplan.

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