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Der ungeliebte Musterschüler

Somaliland ist bettelarm, wird von keinem Land der Welt anerkannt und erhält deshalb auch keine Entwicklungshilfe. Doch in dem Land herrschen Frieden und Demokratie.

Die Farben täuschen: Somaliland war im Gegensatz zu Somalia einst eine britische Kolonie. Foto: Andrew McConnell (Alamy)
Die Farben täuschen: Somaliland war im Gegensatz zu Somalia einst eine britische Kolonie. Foto: Andrew McConnell (Alamy)

Hargeisa, die Hauptstadt von Somaliland, trägt Grün, Weiss, Rot. Es sind die Farben auf den unzähligen Flaggen, die von Häusern, Laternenmasten oder über Schultern hängen, und die Farben, mit denen die fast mannshohen Strassenabsperrungen aus Beton angemalt sind. Somaliland hat gerade ganz allein seinen 25. Jahrestag gefeiert. Denn die knapp vier Millionen Einwohner zählende Nation wird von keinem anderen Staat der Welt anerkannt: Und das, obwohl sie im Gegensatz zum «Mutterland» Somalia seit einem Vierteljahrhundert ein ausgesprochen friedliches Dasein führt. «Es ist unfair», klagt Sa’ad Ali Shire, der einzige Aussenminister der Welt, der bei Passkontrollen auf Flughäfen nicht die Überholspur für Diplomaten benutzen kann: «Mit der Anerkennung enthält man uns auch die Chance auf Entwicklung vor.»

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