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Der syrische Menschenstrom

Der Libanon, der Irak, Jordanien und die Türkei leiden unter einer der schlimmsten Flüchtlingswellen seit dem Zweiten Weltkrieg. Die gesamte Region könnte wegen des Kriegs in Syrien im Chaos versinken.

Wegen des Bürgerkriegs in Syrien haben rund 2,4 Millionen Menschen ihr Land verlassen. Zuflucht fanden sie insbesondere in Jordanien, Libanon, Türkei und Irak. In Jordanien leben 580'000 Flüchtlinge. Allein im Saatari-Camp (Bild) in der Nähe der Stadt Mafraq sind es etwa 80'000 Syrer.
Wegen des Bürgerkriegs in Syrien haben rund 2,4 Millionen Menschen ihr Land verlassen. Zuflucht fanden sie insbesondere in Jordanien, Libanon, Türkei und Irak. In Jordanien leben 580'000 Flüchtlinge. Allein im Saatari-Camp (Bild) in der Nähe der Stadt Mafraq sind es etwa 80'000 Syrer.
Reuters
Zu den Flüchtlingen, die im Saatari-Camp leben, gehören zum Beispiel der 33-jährige Ibraheem Qaddah, Ex-Kämpfer der Freien Syrischen Armee, und seine Familie...
Zu den Flüchtlingen, die im Saatari-Camp leben, gehören zum Beispiel der 33-jährige Ibraheem Qaddah, Ex-Kämpfer der Freien Syrischen Armee, und seine Familie...
Keystone
Während 2,4 Millionen Syrer Flüchtlinge im Ausland leben, sind in Syrien etwa vier Millionen Menschen auf der Flucht. Angesichts der erfolglosen Friedensverhandlungen in Genf können die Flüchtlinge nicht auf eine rasche Besserung ihrer Lebenssituation hoffen. Das Flüchtlingselend dauert weiter.
Während 2,4 Millionen Syrer Flüchtlinge im Ausland leben, sind in Syrien etwa vier Millionen Menschen auf der Flucht. Angesichts der erfolglosen Friedensverhandlungen in Genf können die Flüchtlinge nicht auf eine rasche Besserung ihrer Lebenssituation hoffen. Das Flüchtlingselend dauert weiter.
Keystone
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Azzam steht zwischen den Zelten, stinkendes Abwasser schlängelt sich an seiner Behausung vorbei, sein kleiner Sohn hängt ihm am Bein. Der stoppelbärtige Syrer aus einem der umkämpften Vororte von Damaskus sagt: «Wenn die bei den Friedensgesprächen in Genf etwas erreichen, bin ich am nächsten Tag auf dem Weg nach Hause.» Azzam wird noch lange warten in seinem Flüchtlingslager im Libanon – bei den Friedensgesprächen in Genf tut sich nichts auf ausser dem Abgrund zwischen den syrischen Kriegsparteien. Was dem 32-jährigen bleibt, sind Elend und ein Flüchtlingsleben, ohne Perspektive auf Besserung.

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