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Der Soldat, der nicht zur Armee passt

Er soll amerikanische Geheimnisse an Wikileaks weitergegeben haben. Nun droht dem Computerspezialisten und Gefreiten der US-Streitkräfte eine jahrzehntelange Haftstrafe.

Im Visier eines Militärhelikopters: «Individuen mit Waffen» in Bagdad (li.) und «Feuer!»: Eine Filmcrew wird zum Abschuss freigegeben.
Im Visier eines Militärhelikopters: «Individuen mit Waffen» in Bagdad (li.) und «Feuer!»: Eine Filmcrew wird zum Abschuss freigegeben.
Keystone

Die Website Wikileaks.org und ihr australischer Gründer Julian Assange haben für Schlagzeilen gesorgt, nachdem sie Ende letzter Woche nahezu 400'000 amerikanische Geheimdokumente über den Krieg im Irak veröffentlicht hatten. In seiner Zelle auf dem Militärstützpunkt Quantico etwa 70 Kilometer südlich von Washington wird der Gefreite Bradley Manning, 22, die Aufregung aufmerksam registriert haben. Denn das Pentagon mutmasst, er sei die Quelle des grössten amerikanischen Geheimnisverrats seit Daniel Ellsbergs Übergabe der Pentagon-Papiere 1971 an die «New York Times», welche die gezielte Irreführung der amerikanischen Öffentlichkeit in Bezug auf den Vietnamkrieg offenbart hatten.

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