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Der rote Teufel kehrt zurück

Die Isis-Jihadisten im Irak konnten ihre jüngsten Erfolge nur mithilfe der Anhänger von Diktator Saddam Hussein erzielen. Deren Kopf ist Izzat Ibrahim al-Douri, Saddams Stellvertreter.

Eine Salve zum Jahreswechsel: Diktator Saddam Hussein (r.) und sein Stellvertreter Izzat Ibrahim al-Douri am 31. Dezember 2000 an einer Militärparade. Foto: Karim Sahib (AFP)
Eine Salve zum Jahreswechsel: Diktator Saddam Hussein (r.) und sein Stellvertreter Izzat Ibrahim al-Douri am 31. Dezember 2000 an einer Militärparade. Foto: Karim Sahib (AFP)

Die Invasion des Irak stand kurz bevor, als Saddam Hussein im März 2003 noch einmal seinen engsten Vertrauten zu einem Treffen mit den Nachbarn schickte. Es sollte ein letzter Versuch sein, eine Einigung unter den Arabern zu finden. Er scheiterte spektakulär. Izzat Ibrahim al-Douri, zweiter Mann im Reich des irakischen Diktators, verlor in der Runde der Organisation der Islamischen Konferenz in Katar die Beherrschung. «Halt den Mund, du kleiner Mann, du Verräter, du Affe», brüllte er den stellvertretenden Aussenminister von Kuwait an. «Dein Schnauz sei verflucht.» Es gibt kaum einen schlimmeren Fluch unter arabischen Männern. Die Beschimpfungen waren rund um den Golf live im Fernsehen zu sehen, eine unerhörte Peinlichkeit für Herrscher, die sonst in den Medien nicht die geringste Kritik dulden.

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