Zum Hauptinhalt springen

Der regierenden ANC droht die Spaltung

In Südafrika haben sich über 7000 Menschen zum Gründungskonvent einer neuen Oppositionspartei versammelt, die sich vom regierenden Afrikanischen Nationalkongress (ANC) abspalten will.

Ansturm: Über 7000 Menschen waren angereist, um sich für die neue Partei stark zu machen.
Ansturm: Über 7000 Menschen waren angereist, um sich für die neue Partei stark zu machen.
Keystone

Der Anführer und frühere Verteidigungsminister Mosiuoa Lekota eröffnete die Veranstaltung am Samstag in Johannesburg mit dem traditionellen ANC-Schlachtruf «Macht».

Über 7000 Menschen waren in die Wirtschaftsmetropole gereist, um sich an den Diskussionen über das Parteiprogramm zu beteiligen. Offiziell soll die neue Partei, die noch keinen Namen hat, am 16. Dezember aus der Taufe gehoben werden.

Kritik an der ANC

Die Zahl der Teilnehmer übertraf deutlich die Erwartungen der Veranstalter. Ein Drittel von ihnen könne den Konvent nur über eine Video-Leinwand von einem Stadion aus verfolgen, sagte die Sprecherin der Organisatoren, Carin van den Heever.

Die Delegierten werden während zwei Tagen unter anderem über Sozialpolitik debattieren. Zahlreich Redner kritisierten den ANC, ohne diesen jedoch beim Namen zu nennen. Vom Verrat der demokratischen Ideale war die Rede, für die einst Südafrikas erster schwarzer Präsident, Nelson Mandela, gestanden habe. Machtarroganz der Regierenden sei weit verbreitet; eine kleine Minderheit nehme das Land als Geisel für ihre Interessen, hiess es.

Zu den wichtigsten Forderungen zählt eine Überarbeitung des Wahlsystems, das bisher keine Direktwahl des Präsidenten vorsieht. Er wird von der Regierungspartei bestimmt.

SDA/mbr

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch