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Der libysche Fingernägelausreisser

Die BBC erhebt neue Foltervorwürfe gegen Muammar al-Ghadhafis Ex-Geheimdienstchef. Doch Moussa Koussa geniesst noch immer seine Freiheit.

Sonnt sich am Persischen Golf: Moussa Koussa Mitte März bei einer Pressekonferenz in Tripolis.
Sonnt sich am Persischen Golf: Moussa Koussa Mitte März bei einer Pressekonferenz in Tripolis.
Reuters

Oberstes Gebot für Spitzenspione: Immer mit der Gegenseite im Gespräch bleiben. Dann lassen sich unverhoffte Ereignisse wie eine Revolution im eigenen Land besser überstehen. Die uralte Devise hat ein eleganter Vertreter der Zunft gerade wieder bestätigt. Während sein einstiger Herr und Gebieter Muammar al-Ghadhafi wie ein Strassenköter aus der Kanalisation gezogen, verprügelt und hingerichtet wurde, sonnt sich dessen früherer langjähriger Geheimdienstchef Moussa Koussa (63) am Persischen Golf. Erfrechen sich Vertreter westlicher Medien, dem schlanken Herrn mit dem eisgrauen Haar mit unangenehmen Fragen auf den Leib zu rücken, eilen ihm die Hoteldetektive des Four Seasons Hotel in Qatar oder teure Londoner Rechtsanwälte zu Hilfe.

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