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Der Einzelkämpfer

In den Nuba-Bergen, mitten im sudanesischen Kriegsgebiet, führt der deutsche Krankenpfleger Raphael Veicht ein kleines Spital. Eine Reportage.

Kinder mit Malaria und Schwangere mit Gewehrkugeln im Leib: Frauen tragen ihre Kinder auf dem Arm in den Bergen von Nuba. (25. April 2012)
Kinder mit Malaria und Schwangere mit Gewehrkugeln im Leib: Frauen tragen ihre Kinder auf dem Arm in den Bergen von Nuba. (25. April 2012)
AFP

Andere putzen ihr Auto, wenn sie Gäste zu transportieren haben, Raphael Veicht hat seinen Landcruiser fein säuberlich von oben bis unten mit Dreck beschmiert. «Ihr werdet schon noch sehen warum», sagt der beleibte Krankenpfleger mit bayrischem Akzent und zwängt sich hinters Steuer. Es ist Mittag um 12, knapp zehn Grad nördlich des Äquators und unerträglich heiss. Vor uns liegt eine fast 300 Kilometer lange Strecke in die sudanesischen Nuba-Berge, die gut zehn Stunden in Anspruch nehmen wird, denn die Wege sind hier in Wahrheit Miniatur-Gebirge. Noch gefährlicher als der aufgewühlte Untergrund ist jedoch, was von oben kommen kann: russische Militärmaschinen des Typs Antonow, die ziemlich ungezielt ihre Bomben fallen lassen.

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