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Der blutigste Monat für die USA seit Kriegsbeginn

Für die US-Truppen in Afghanistan war der vergangene August der tödlichste Monat im zehn Jahre alten Konflikt. Binnen vier Wochen sind 66 US-Soldaten ums Leben gekommen.

Bereit zum Feuern: Ein Scharfschütze der US-Armee in der Provinz Kunar im Osten Afghanistans. (25. August 2011)
Bereit zum Feuern: Ein Scharfschütze der US-Armee in der Provinz Kunar im Osten Afghanistans. (25. August 2011)
Reuters
Wollen Vergeltung: Zwei Sergeants der US-Armee im Osten von Afghanistan gedenken der Geschehnisse am 11. September 2001 in New York. (26. August 2011)
Wollen Vergeltung: Zwei Sergeants der US-Armee im Osten von Afghanistan gedenken der Geschehnisse am 11. September 2001 in New York. (26. August 2011)
Reuters
Bei einem Angriff auf einen Helikopter dieses Typs starben Anfang August 31 US-Soldaten: Ein Chinook-Helikopter der US-Armee im Osten Afghanistans. (26. August 2011)
Bei einem Angriff auf einen Helikopter dieses Typs starben Anfang August 31 US-Soldaten: Ein Chinook-Helikopter der US-Armee im Osten Afghanistans. (26. August 2011)
Reuters
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In keinem Monat seit Beginn des jahrzehntelangen Konflikts in Afghanistan sind mehr Soldaten gestorben als in diesem August. Laut der Nachrichtenagentur AP starben vom 1. bis zum 30. August dieses Jahres 83 ausländische Soldaten – davon 66 aus den USA.

Mit 31 Toten kam fast die Hälfte von ihnen bei einem Anschlag der radikal-islamischen Taliban auf einen US-Transporthubschrauber in der Provinz Wardak ums Leben. Die August-Bilanz übertrifft den Rekord vom Juli 2010, in dem 65 US-Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen sind.

Nato-Truppen vermisst

Die Gewalt ist in Afghanistan noch immer allgegenwärtig, obwohl US-Präsident Barack Obama den Abzug der US-Truppen beschlossen hat. Noch bis Ende Jahr sollen 10'000 Soldaten in die USA zurückkehren, weitere 23'000 bis zum Sommer 2012. Bis Ende 2014 soll die Sicherheitsverantwortung für das Land schrittweise an die Afghanen übergeben werden.

Neben den 66 Toten aus den USA vermisst die Nato ausserdem auch 14 Soldaten. So fehlt von zwei britischen, vier französischen, einer neuseeländischen, einer australischen, fünf polnischen und fünf Soldaten, deren Herkunft unbekannt ist, jede Spur. Seit Jahresanfang sind in Afghanistan 403 ausländische Soldaten getötet worden – 299 davon waren US-Amerikaner.

Keine Tote bei US-Truppen im Irak

Während der August in Afghanistan für die US-Armee der blutigste Monat denn je war, vergingen die vier August-Wochen im Irak ohne einen Toten bei den US-Truppen. Wie die «New York Times» berichtete, ist es der erste Monat ohne menschliche Verluste für die US-Truppen seit ihrem Einmarsch im Irak.

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